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Bauernregel: "Bringt der Juli heiße Glut ..."

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Der Juli gilt traditionell als der heißeste Monat des Jahres – und rund um das Sommerwetter haben sich im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Bauernregeln entwickelt.
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Sie sollten Landwirten einst helfen, Wetterverläufe besser einzuschätzen und Ernten zu planen. Auch wenn sie wissenschaftlich nicht immer haltbar sind, gehören viele dieser Sprüche bis heute zum festen Bestandteil des Wetterbrauchtums.

Die wichtigsten Regeln

Zu den bekanntesten Weisheiten zählt: "Juli schön und klar, gibt ein gutes Bauernjahr." Dahinter steckt die Beobachtung, dass sonniges und überwiegend trockenes Wetter im Hochsommer das Wachstum vieler Feldfrüchte begünstigt und gute Voraussetzungen für eine ertragreiche Ernte schafft. In eine ähnliche Richtung geht der Spruch: "Wie der Juli sich hält, gedeiht der Wein und auch das Feld." Ein warmer Juli galt früher als entscheidend für die Entwicklung von Getreide, Obst und Wein.

Hitze und Gewitter

Auch die Bauernregel "Ist der Juli recht heiß, lohnt sich Mühe und Schweiß" unterstreicht die Bedeutung hoher Sommertemperaturen für die Landwirtschaft. Ergänzt wird sie durch den Spruch "Bringt der Juli heiße Glut, so gerät der September gut." Dahinter steht die Hoffnung, dass ein heißer Juli die Grundlage für einen sonnigen und stabilen Frühherbst legt – eine Zeit, in der viele Früchte reifen und die Ernte eingebracht wird.

“"Bringt der Juli heiße Glut, so gerät der September gut."”

Bauernregel zum Juli

Nicht alle Bauernregeln verbinden den Juli jedoch mit Sonnenschein. So heißt es: "Regnet's im Juli oft und viel, verdirbt's manch gutes Ernteziel." Häufige Niederschläge können Getreide, Obst und Gemüse schaden und die Ernte erschweren. Gleichzeitig sind Gewitter im Hochsommer typisch. Eine alte Weisheit besagt deshalb: "Gewitter im Juli bringen fruchtbare Fluren." Die dahinterstehende Beobachtung: Nach längeren Hitzephasen können kräftige Regenfälle den ausgetrockneten Böden wichtige Feuchtigkeit zurückgeben.

Auch wenn Bauernregeln keine zuverlässigen Wetterprognosen ersetzen, beruhen viele auf jahrhundertelangen Naturbeobachtungen. Manche treffen auch heute noch erstaunlich häufig zu, andere sind vor allem ein Stück gelebter Wetter- und Landwirtschaftsgeschichte.

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