Festgenommen

Falscher Polizist ergaunerte sich 70.000 Euro

Ein österreichisches Polizeiauto und ein Polizist stehen an einem Feldweg neben dichtem Gras.
© APA/TOBIAS STEINMAURER
Ein 35-Jähriger soll eine Seniorin in Wien als falscher Polizist um 70.000 Euro gebracht haben. Das Landeskriminalamt Wien erforschte den Mann nach intensiven Ermittlungen aus.
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Ermittler der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) nahmen den 35-jährigen österreichischen Staatsbürger Donnerstag an seiner Wohnadresse in Wien-Meidling fest. Dem Zugriff gingen intensive Nachforschungen der Beamten des Landeskriminalamts Wien voraus. Der Mann steht im dringenden Verdacht, am 29. Juli 2026 eine 75-jährige Frau als falscher Polizist getäuscht zu haben. Das Opfer holte daraufhin seine Ersparnisse aus einem Bankschließfach in Wien-Donaustadt und übergab die Summe von rund 70.000 Euro direkt an den Tatverdächtigen.

Telefonat mit falschem Leiter

Zuvor hatte ein bislang unbekannter Täter die Seniorin am Telefon kontaktiert. Der Anrufer gab sich fälschlicherweise als Leiter des Landeskriminalamts Wien aus und warnte die Frau davor, dass ihr in der Bank verwahrtes Geld nicht mehr sicher sei. Die Nachforschungen zu diesem Anrufer sowie zu möglichen weiteren Mittätern laufen derzeit weiter.

Waffen in Wohnung sichergestellt

Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnadresse des 35-Jährigen stießen die Beamten auf mehrere gefährliche Gegenstände. Sichergestellt wurden zwei Schlagringe, ein Elektroschocker sowie eine geladene Faustfeuerwaffe. Gegen den Verdächtigen bestand bereits zuvor ein aufrechtes behördliches Waffenverbot.

Einlieferung in die Justizanstalt

Der festgenommene Mann wurde wegen des Verdachts des schweren Betrugs im Rahmen einer kriminellen Organisation sowie nach den Bestimmungen des Waffengesetzes angezeigt. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien erfolgte die Einlieferung in eine Justizanstalt.

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