Wien. Eine neue Pädophilen-Causa, die ähnlich aufwühlend ist wie der Fall Teichtmeister, erschüttert die Bühnen- und TV-Szene in Österreich: Wie oe24 bereits am Samstag als erstes Medium aufgedeckt hat, wird gegen eine einheimische Bühnengröße - der vom bekannten Strafverteidiger Florian Höllwarth vertreten wird - wegen des Verdachts des Kindesmissbrauchs und wegen des Besitzes von Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger ermittelt.
Anklage steht bereits
Der Beschuldigte - der sich vor zwei Jahren an einer 4-Jährigen vergriffen haben soll - ist grundsätzlich zu dem einmaligen Vorfall geständig und wartet auf freiem Fuß auf seine Verhandlung. Wie die Staatsanwaltschaft Wien bestätigt, wird gegen den bekannten heimischen Künstler ermittelt, laut Gerichts-Infos ist die Anklage aber bereits fertiggestellt.
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Mutter und Oma des Opfers in U-Haft
150.000-Euro-Erpressung
Für zusätzliche Brisanz sorgt indes ein krimihafter Twist in der furchtbaren Missbrauchs-Geschichte. Wie oe24 berichtete, soll der Bühnen-Star nämlich vor Bekanntwerden der Pädo-Affäre erpresst worden sein - und zwar um 150.000 Euro. Demnach war die Mutter des heute 6-jährigen Opfers (bei der es sich neuesten Infos zufolge weder um die Frau noch um die frühere Lebensgefährtin des Künstlers, sondern um eine Bekannte handeln soll) nicht zur Polizei gegangen, als sich ihnen das Kind anvertraute oder sie sonst irgendwie dahinterkamen, dass etwas Schlimmes passiert war; sondern die Slowakin und ihre Mutter fingen nun an, den Verdächtigen zu erpressen, sonst würden sie ihn in der Öffentlichkeit outen.
Nach und nach kamen so bis zu 150.000 Euro zusammen - bis der Bühnen- und TV-Star im Frühjahr nicht mehr konnte oder wollte. Er zeigte die beiden Frauen als mutmaßliche Erpresserinnen an und lieferte sich so auch selbst den Behörden aus. Und legte daraufhin ein Geständnis ab.
Datenträger mit Missbrauchsdarstellungen bei Hausdurchsuchung gefunden
Bei einer Hausdurchsuchung wurden dann auch noch Datenträger mit Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger gefunden, die allerdings 13 Jahre alt sein sollen. Die Ermittlungen laufen weiter.
Frauen in U-Haft - gemeinsame Verhandlung
Gegen die Frauen, die den Künstler unter Druck gesetzt und zur Zahlung eines ansehnlichen Geldbetrags gebracht haben sollen, wird wegen schwerer Erpressung ermittelt. Im Unterschied zum Künstler sitzen die beiden in U-Haft, und zwar seit Anfang Juni bzw. Anfang Juli, wie Christina Salzborn, die Sprecherin des Wiener Landesgericht. Außerdem war zu erfahren, dass die Anklage allesdrei Beschuldigten umfasst und es zu einer gemeinsamen Verhandlung am Landesgericht kommen wird. Termin ist noch nicht fixiert.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
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