Showdown
Merz-CDU-Verband fordert Spahn-Rücktritt
Die CDU Brilon, der Heimatstadt von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), hat in einem offenen Brief den Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) gefordert. Man halte das notwendige Vertrauen in ihn als Vorsitzenden der Bundestagsfraktion für nachhaltig beschädigt, heißt es in dem Schreiben, das auf der Internetseite des Stadtverbands veröffentlicht wurde. Die lokalen Politiker sehen die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen innerhalb der Partei durch Spahns Entscheidung für eine Leihmutterschaft in den USA schwer beeinträchtigt.
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Schwerer Schaden für Glaubwürdigkeit
In dem Schreiben wird die Parteispitze direkt in die Pflicht genommen: "Im Interesse der Glaubwürdigkeit unserer Partei sowie des Vertrauens unserer Mitglieder und Wähler fordern wir Jens Spahn auf, die politischen Konsequenzen zu ziehen und von seinem Amt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurückzutreten".
Widerspruch zu geltendem Recht
Der Stadtverband verweist in dem Brief auf die Rechtslage in Deutschland sowie auf die Position der CDU. Spahns Entscheidung stehe "in einem offensichtlichen Spannungsverhältnis" zu den Grundüberzeugungen, für die die CDU seit Jahrzehnten eintrete. In dem offenen Brief heißt es weiter:
“"Wer als einer der höchsten Repräsentanten unserer Partei bewusst auf Möglichkeiten im Ausland zurückgreift, die den Wertentscheidungen des deutschen Rechts widersprechen, sendet ein fatales Signal."”
Offener Brief
Massive Folgen für Kommunalpolitik
Für die Kommunalpolitiker, die täglich im Gespräch mit Bürgern stünden, habe das erhebliche Folgen und erschwere deren Arbeit erheblich. Der Brief schließt mit einer deutlichen Feststellung zur internen Stimmung an der Basis:
“"Viele Mitglieder empfinden das Verhalten von Jens Spahn als schweren Schaden für die Glaubwürdigkeit der CDU und ihrer Mandatsträger auf allen Ebenen."”
Offener Brief