Eigentlich schienen die Wogen zwischen dem österreichischen Rennstall und seinem ehemaligen Teamchef längst geglättet. Nach 20 Jahren an der Spitze war der Brite im Sommer 2025 entlassen worden und hatte das Team mit einer Abfindung von 53 Millionen Euro verlassen. Seitdem kehrte Ruhe ein: Das Team konzentrierte sich voll auf den Sport und sein Personal – ein Kurs, der durch die jüngste Vertragsverlängerung mit dem 28-jährigen Ausnahmepiloten Max Verstappen unterstrichen wurde. Doch mit dem neuen Buchprojekt (Anm.: "Drive" erscheint am 22. Oktober) des Ex-CEOs kocht der Konflikt nun wieder hoch.
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Buch als gezielte Provokation
Besonders brisant an der Veröffentlichung ist das geplante Datum im Oktober. Dass das Werk ausgerechnet am Todestag von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz auf den Markt kommt, fasst der Energydrink-Konzern als unmissverständliche Provokation auf. Mateschitz war 2022 im Alter von 78 Jahren verstorben – ein Umstand, der auch dem Ex-Teamchef bestens bekannt ist.
Verlag entschied über das Datum
Gegenüber der "Bild"-Zeitung wies das Lager des Briten jedoch vehement zurück, dass dieser Tag bewusst gewählt worden sei. Horner habe demnach keinerlei Einfluss auf die Terminplanung gehabt; die Entscheidung habe allein beim herausgebenden "Bantam"-Verlag gelegen.
Respektloses Verhalten gegenüber dem Gründer
Beim österreichischen Rennstall schenkt man dieser Erklärung allerdings keinen Glauben. Dort ist man fest davon überzeugt, dass Horner sehr wohl in die Planung hätte eingreifen können. Das Verhalten wird intern als hochgradig respektlos gewertet – nicht zuletzt deshalb, weil es Mateschitz war, der dem damals 31-Jährigen im Jahr 2005 sein Vertrauen schenkte und ihn überhaupt erst zum CEO machte.
Der Streit dürfte zweifelsohne in die nächste Runde gehen: Laut "Bild"-Informationen widmet sich die Biografie nämlich auch ausführlich der persönlichen Sichtweise des Ex-Chefs zu seinem Rauswurf.