Unter Polizeischutz

CSD-Attentäter heimlich in Berlin beigesetzt

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Der Mann hinter dem tödlichen Anschlag auf den Berliner CSD ist beerdigt worden. Die Bestattung von Abdul Ballout (21) fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen auf einem muslimischen Friedhof in Berlin-Gatow statt.
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Am Dienstag wurde Abdul Ballout auf dem Friedhof in Berlin-Gatow beigesetzt. Der muslimische Bereich des Friedhofs war weiträumig abgesperrt, die Polizei kontrollierte den Zugang und patrouillierte über das Gelände.

Der Himmel über Berlin war grau, es regnete stark und Gewitter zogen auf. Die Gräber auf dem muslimischen Teil des Friedhofs sind gen Mekka ausgerichtet. Bei der Beerdigung waren nach Informationen der "Bild" nur Familienangehörige und Freunde des Vaters anwesend. Die Angehörigen sollen mit drei Autos gekommen sein und wurden von der Polizei über einen Seiteneingang auf das Gelände gelassen.

Keine Presse bei der Beerdigung erwünscht

Die Familie und die Friedhofsverwaltung wollten keine Medien bei der Bestattung zulassen. Journalisten wurden von den Beamten vom Gelände verwiesen.

Auch nach der Beisetzung blieb die Polizei vor Ort. Ein Polizeibus stand neben dem Grab und bewachte den Bereich. Fahrzeuge wurden kontrolliert, bevor Personen das Gelände betreten durften.

Anschlag auf CSD im Namen des IS

BERLIN, GERMANY - AUGUST 2: A banner left next to a tree reading "Our grief is NOT your hate campaign" near the crime scene in Tiergarten park one week after the Christopher Street Day pride parade attack on August 2, 2026 in Berlin, Germany. Commemorations are continuing today with a demonstration march and a vigil for the one woman killed and over two dozen injured when Islamic extremist Abdul Ballout drove a van into a crowd of revelers at night following the July 25 parade. Ballout was later killed after he attacked police when they cornered him in a garden house colony. (Photo by Omer Messinger/Getty Images) © Getty Images

Abdul Ballout war am 25. Juli mit einem Transporter in eine Parkanlage am Berliner Tiergarten gerast. Dort soll er gezielt Teilnehmer des Christopher Street Day angegriffen haben. Nach dem Crash gegen einen Baum griff der 21-Jährige laut Ermittlern mit einer Machete weitere Menschen an. Eine Frau wurde getötet, mindestens 31 weitere Menschen wurden schwer verletzt. Die Tat soll der Islamist im Namen der Terrororganisation IS begangen haben.

Vorstrafe wegen IS-Plänen

Besonders brisant: Ballout war bereits vor dem Anschlag im Visier der Behörden. Im März war er verurteilt worden, weil er versucht haben soll, sich dem IS in Syrien anzuschließen. Trotz der Verurteilung musste er nicht ins Gefängnis. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Vor Gericht hatte Ballout erklärt, sich vom IS losgesagt zu haben.

Nach dem Anschlag stellte sich heraus: Diese Aussage entsprach offenbar nicht der Wahrheit. Ermittler gehen davon aus, dass der 21-Jährige weiterhin radikalisiert war. Die Ermittlungen zum Anschlag und den Hintergründen der Tat laufen weiter.