Oktoberfest

Das ist das kultigste Fahrgeschäft der Wiesn - und so funktioniert es

© Instagram/toboggankonrad
Der Toboggan ist das wohl kultigste Fahrgeschäft auf dem Oktoberfest. Ein besonderer Trick hilft Besuchern, das ungedrosselte Förderband der historischen Holzrutsche erfolgreich zu meistern.
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Deutschland. Wer auf dem Münchner Oktoberfest die historische Attraktion betritt, spürt sofort den Unterschied zu modernen Fahrgeschäften. Während woanders Knöpfe gedrückt werden, steckt hier reine Handarbeit drin. Seit 1920 befindet sich das Geschäft im Besitz der Familie Konrad, die es vermutlich einst aus den USA holte, wie das Münchner Portal "Merkur" berichtet. Mehr als 1.000 Einzelteile bauen die Betreiber manuell zusammen. Ein Großteil des Holzes stammt noch aus den 1930er-Jahren und wird nach jeder Saison im schwäbischen Kinsau aufgearbeitet. Der Name geht auf die Algonkin-Ureinwohner Kanadas zurück und bezeichnete ursprünglich einen kufenlosen Holzschlitten.

Unterschied zum Wiener Prater

In Deutschland läuft der Münchner Konrad-Toboggan als letzter seiner Art mit ungedrosseltem Tempo. Ein ähnliches Modell steht zwar im Wiener Prater, doch dort fährt das Band deutlich langsamer. In München erfordert der Einstieg hingegen vom ersten Schritt an vollste Konzentration. Damit niemand zu Schaden kommt, helfen sogenannte Bandläufer rund um Juniorchef Fabio Konrad.

Wer stehen bleiben will, neigt den Oberkörper weit nach vorne, lässt das Geländer los und verzichtet auf Sprünge oder Drehungen.

Kultiges Fahrgeschäft begeistert Millionen

Die Männer der Betreiberfamilie pflegen zudem eine eigene Tradition und meistern den Weg im Handstand – genau wie einst Großvater Rudolf Konrad. Mittlerweile sorgen Aufnahmen von Rettungsmanövern und Stürzen für gigantische Abrufzahlen. Auf Plattformen wie TikTok und Instagram verzeichnen die kurzen Clips über 200 Millionen Aufrufe. Sogar Prominente wie Thomas Müller oder Franck Ribéry zieht die Rutsche an.