Kommt aus Neuseeland
Die ganze Welt spricht über dieses eine Wort
Ausgesprochen wird der Begriff ungefähr "Kai-ti-a-ki-tan-ga". Er stammt aus der Sprache der Māori, der indigenen Bevölkerung Neuseelands, und beschreibt die Verantwortung des Menschen, die Natur zu schützen und für künftige Generationen zu bewahren. Dabei geht es um weit mehr als klassischen Umweltschutz: Nach dem Weltbild der Māori ist der Mensch nicht Besitzer der Natur, sondern ein Teil von ihr – und damit auch ihr Hüter.
Internationale Jury kürte den Sieger
Vergeben wurde die Auszeichnung erstmals von der Sprachlernplattform Babbel. Dafür wurden Diskussionen in sozialen Netzwerken und Sprachforen ausgewertet, ehe eine internationale Jury aus Sprachwissenschaftlern, Autoren und Kulturexperten entschied.
Zur Auswahl standen 223 Wörter aus mehr als 75 Sprachen. Bewertet wurden nicht nur Klang und Aussprache, sondern auch die kulturelle Bedeutung der Begriffe sowie die Frage, ob sie ein Gefühl oder eine Idee ausdrücken, die Menschen weltweit verbindet.
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Diese Wörter schafften es ebenfalls ins Finale
Neben "Kaitiakitanga" standen auch zahlreiche bekannte Begriffe auf der Shortlist. Darunter das portugiesische "Saudade", das eine tiefe Sehnsucht beschreibt, das japanische "Ikigai" für den Sinn des Lebens, das walisische "Hiraeth" als Sehnsucht nach einer verlorenen Heimat sowie "Ubuntu" aus der Zulu-Sprache, das für Menschlichkeit und Gemeinschaft steht.
Ebenfalls nominiert war das jiddische Wort "Luftmensch". Es beschreibt einen verträumten, idealistischen Menschen, der sich stärker von Ideen als von materiellen Dingen leiten lässt.
Und welches ist das schönste Wort auf Deutsch?
Eine ähnliche Wahl gab es bereits im deutschsprachigen Raum. 2004 rief der Deutsche Sprachrat zur Wahl des schönsten deutschen Wortes auf. Mehr als 22.000 Menschen aus 111 Ländern beteiligten sich. Am Ende gewann "Habseligkeiten" vor Begriffen wie "Geborgenheit", "lieben", "Augenblick" und "Rhabarbermarmelade".