50 heimische Acts

Das Popfest pudelt sich heuer richtig auf

© APA/TOBIAS STEINMAURER
Ein Pudel als Maskottchen, 50 Acts ohne Wiederholungen und Pop-Legende Marianne Mendt live: Das Wiener Popfest erfindet sich neu und lädt im Juli bei freiem Eintritt zu vier Tagen voller Musik-Highlights ein.
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Das Popfest Wien vom 23. bis 26. Juli bietet auch heuer eine Vielzahl an heimischen Acts bei freiem Eintritt. Auf der Seebühne vor der Karlskirche treten etwa Marianne Mendt, Anna Buchegger, Purple und EN60 auf. Das Spektrum geht über Generationen und reicht von Pop bis Rap. Das "Popfesttier" ist diesmal ein Pudel. "Wir wissen, wie wichtig es ist, sich aufzupudeln, in Zeiten wie diesen", so Robert Rotifer, der das Festival seit Beginn begleitet, am Donnerstag vor Medien.

Das diesjährige Kuratorteam - Popkünstlerin Sofie Royer und Musiker und Produzent Wolfgang Lehmann - hatte es sich bei der Programmgestaltung zur Aufgabe gemacht, Wiederholungen aus dem Line-up der vergangenen 16 Jahre zu meiden: "Wir beide haben am Popfest in verschiedensten Formationen gespielt, das war daher auch ein bisschen eine Flucht nach vorne", betonten sie. Die Bandbreite an vertretenen Stilen ist groß: "Man kann die österreichische Musiklandschaft nicht durch ein Genre definieren", sagte Royer.

"Sich jedes Jahr neu zu erfinden, ist das Wesen des Popfestes", bekräftigte Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ): "Und dass es getragen wird von einer Stadt, die dafür steht, dass Kunst und Kultur für alle erreichbar sein muss."

Der Beginn und neue Anfänge

Die diesjährige Ausgabe beginnt, "wie manche sogar sagen, mit dem Anfang der heimischen Popmusik überhaupt", kündigte Festivalmitbegründer Christoph Möderndorfer an: Mit dem Gastspiel von Marianne Mendt am Eröffnungstag (Donnerstag, 23.7., ab 18.30 Uhr) auf der Seebühne. Die Veranstaltung feiert heuer den Beginn des heimischen Pop und "die vielen neuen Anfänge". So sind beim Opening auch Buchegger, Lusterboden und Tamara Flores live zu erleben.

Das Popfest feiert den historischen Beginn des heimischen Pop mit Marianne Mendt. © (c) Donaubühne Tulln

Insgesamt geben sich dann bis Sonntag auf dem Hauptschauplatz sowie im Wien Museum, im TU Prechtlsaal und im Club U ganze 50 Acts ein Stelldichein. Mit dabei sind u.a. Gunship Collider, Rose May Alaba, Cordoba78, Sladek, Joshua Pepe, Alpha Romeo & die Sommerreifen und Robert Stadlober. Zum Anschluss sind Teresa Rotschopf, Martin Klein und Exit Void in der Karlskirche zu hören. "Das Popfest ist nicht nur die Seebühne, da gibt es ganz viele Sachen zu entdecken", betonte Rotifer. Lehmann hielt dazu fest: "Das Spannende ist, dass dem Kuratorteam die Möglichkeit gegeben wird, ein eklektisches und undergroundiges Line-up zusammenzustellen."

Rahmenprogramm und cineastisches Warm-up

Das Popfest bietet auch ein Rahmenprogramm. Beim ersten von zwei Talks im Wien Museum sprechen etwa am 24.7. (16 Uhr) unter dem Titel "Von der Glock'n zum Hofa" Mendt und Joesi Prokopetz. Am Folgetag geht es dort um die Streamingabgabe. Mit Anmeldung ist die Teilnahme an drei Tour-Formaten möglich: ein Spaziergang durch die Wiener Popkultur, ein mitternächtliches Walking Concert mit Medienkünstler Oliver Hangl und Oliver Welter (Naked Lunch) sowie eine Führung durch die Ausstellung "50 Jahre Arena". Für Sportliche steht ein Ping-Pong-Floor im Park bereit. Vor dem Popfest gibt es ein cineastisches Warm-up im Karlskino Open Air und im Stadtkino.