Börsen-Jubel

Dax klettert auf neues Allzeithoch

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Der deutsche Leitindex Dax hat am Freitag einen neuen Rekordwert erreicht. Angetrieben von der US-Zinspolitik stieg der Index auf ein Allzeithoch von 26.580,64 Punkten.
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Deutschland. Der deutsche Leitindex legte um 0,8 Prozent zu und übertraf damit den bisherigen Höchstwert von 26.573,50 Punkten aus Mitte August um knapp sieben Zähler, wie "Focus online" berichtet. Bereits Anfang August hatte das Börsenbarometer erstmals die Marke von 26.000 Punkten überschritten. Auslöser für den jüngsten Anstieg war eine Rede von US-Notenbankchef Kevin Warsh beim Notenbank-Treffen der Federal Reserve of Kansas City in Jackson Hole. Warsh signalisierte wegen der hohen Inflation die Bereitschaft zu einer strafferen Geldpolitik und äußerte mehr Sorge um den Preisauftrieb als um den Arbeitsmarkt.

US-Notenbank signalisiert straffere Geldpolitik

Er betonte, dass die Fed handeln müsse, wenn sich die Teuerung nicht zügig dem Zwei-Prozent-Ziel annähere. Laut Redemanuskript erklärte er: "Wir müssen davon überzeugt sein, dass sich die Kerninflation eindeutig und mit ausreichender Geschwindigkeit unserem Ziel annähert. Andernfalls haben wir noch einiges zu tun". Experten des Analysehauses Capital Economics bescheinigten dem Notenbank-Chef durch die Worte einen Gewinn an Glaubwürdigkeit bei der Inflationsbekämpfung.

Entlastung durch Ölmarkt und Autowerte

Zusätzliche Unterstützung kam von der Rohstoffseite und von US-Technologieunternehmen wie Nvidia oder Salesforce, deren Zahlen bereits am Vortag für Auftrieb sorgten. Marktbeobachter Jürgen Molnar verwies gegenüber "Focus online" auf die gesunkenen Ölpreise: "Die Ölpreise kommen etwas zurück und nehmen damit zumindest ein wenig Inflationsdruck aus dem Kessel". Neben potenziellen Entwicklungen am Persischen Golf sorgte ein möglicher Opec-Austritt Venezuelas für Gesprächsstoff. Zudem legten die Papiere von BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen um bis zu 3,9 Prozent zu.

Positive Perspektiven für den Aktienmarkt

Neben den Autowerten stützten auch jüngste Daten wie das Ifo-Geschäftsklima die Stimmung. Carsten Klude, Chefvolkswirt bei M.M. Warburg & Co, sieht eine Aufhellung der Aussichten: "Trotz anhaltender struktureller Probleme sprechen die robuste Gewinnentwicklung der Unternehmen, bessere Konjunkturdaten und positive Frühindikatoren für weiteres Potenzial."