Langsame Änderung

Deutsche Bahn: Künftig weniger Homeoffice

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Die Deutsche Bahn will die Homeoffice-Zeiten reduzieren – aber nicht sofort. In einer Mail des Konzernvorstand heißt es, für alle, deren Arbeit mobiles Arbeiten erlaubt, sollten künftig drei Präsenztage pro Woche der Mindeststandard sein. Bis Ende 2027 soll das dann im ganzen Konzern gelten.
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Wie das dann genau organisiert wird, das entscheiden die Gesellschaften. Dem "Tagesspiegel" liegt ein Schreiben an Führungskräfte vor, darin steht: Präsenz stärke Zusammenarbeit und Zusammenhalt.

Ein DB-Sprecher sagte, die Regel treffe nur ein Drittel der Belegschaft, der Rest halte den Betrieb ohnehin vor Ort am Laufen. Es gehe auch nicht um Stellenabbau. Diese Befürchtung war laut geworden, weil Bahn-Chefin Evelyn Palla den Konzern umbaut. Bisher reichte konzernweit ein Präsenztag. DB Regio hat die Pflicht schon auf drei Tage erhöht. Der Vorstand befasste sich am 25. August mit dem Plan, fasste aber keinen Beschluss. Intern gibt es nun Widerstand.

Betriebsrat weiter für Homeoffice

Eine Umfrage des Betriebsrats bei DB InfraGO, ebenfalls dem "Spiegel" vorliegend, zeigt das Maß. 87 Prozent bewerteten eine angeordnete Präsenzpflicht als negativ. Sie fürchten Einbußen bei Produktivität und Planbarkeit. Seit Corona ist das Arbeiten von zu Hause jenseits des Zugbetriebs weit verbreitet. Die Bahn will das nun stoppen. Wie gewohnt langsam, sie gibt sich bis Ende 2027 Zeit.