Am Montag wurde Dinkcis Rückkehr zu seinem Heimatverein offiziell. Der 24-Jährige wird für ein Jahr vom SC Freiburg an Werder Bremen ausgeliehen.
Doch hinter dem Wechsel steckt vor allem ein persönlicher Wunsch. Dinkcis Verlobte Cinja kämpft gegen Leukämie und möchte wieder näher an ihre Heimat. Für den Fußballer war deshalb schnell klar, dass Bremen die richtige Lösung sein könnte.
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"Ihr Wunsch war es auch irgendwie, wieder zurück nach Hause zu kommen oder nah zu Hause zu sein", erzählt Dinkci bei "Werder-TV".
Gemeinsam durch die schwere Zeit
Wie eng das Paar zusammenhält, zeigte sich bereits vor wenigen Wochen. In einem emotionalen TikTok-Video rasierte Dinkci seiner Verlobten die Haare ab, nachdem sie diese durch die Chemotherapie verloren hatte.
Die Bilder gingen vielen Fans nahe. Anfang des Jahres hatte das Paar die Erkrankung öffentlich gemacht und gemeinsam auf das Thema Blutkrebs aufmerksam gemacht.
Weil zunächst kein passender Stammzellspender gefunden werden konnte, beteiligten sich die beiden auch an mehreren Aktionen der DKMS. Tausende Menschen ließen sich daraufhin als mögliche Spender registrieren.
Familie soll jetzt Halt geben
Mit der Rückkehr nach Bremen will Dinkci seiner Verlobten ermöglichen, wieder näher bei Familie und Freunden zu sein. Auch seine eigene Familie lebt in der Region.
Der SC Freiburg zeigte Verständnis für die schwierige Situation. Trainer Julian Schuster erklärte: "Er hat eine gute Vorbereitung gespielt. Aber die private Konstellation macht die Sache besonders." Freiburg legte dem Wechsel deshalb keine Steine in den Weg.
Auch sportlich ein Gewinn für Werder
Für Werder ist Dinkci gleichzeitig eine interessante Verstärkung. Die Leihgebühr soll bei rund 400.000 Euro liegen.
Nach dem Abgang von Romano Schmid benötigen die Bremer vor allem Tempo, Kreativität und Flexibilität in der Offensive. Dinkci kann sowohl auf dem Flügel als auch hinter den Spitzen eingesetzt werden.
Für den 24-Jährigen dürfte bei seiner Rückkehr nach Bremen aber zunächst etwas anderes zählen: seiner Verlobten in einer der schwersten Zeiten ihres Lebens möglichst nah zu sein.