Laut Studie

Diese beliebten Grill-Klassiker sollten Sie besser nicht auf den Rost legen

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Eine aktuelle Untersuchung zeigt: Gerade beim Grillen kann aus einem beliebten Klassiker ein Gesundheitsrisiko werden
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Sommer, Sonnenschein und der Duft von Gegrilltem, für viele gehört das einfach zusammen. Doch ausgerechnet ein echter Grill-Klassiker sollte laut Expert künftig besser nicht mehr auf dem Rost landen. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) warnt gemeinsam mit der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) sowie dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor gepökelten Fleisch- und Wurstwaren. Der Grund: Bei hohen Temperaturen können dabei Stoffe entstehen, die als potenziell krebserregend gelten.

Diese Würstel sind betroffen

Im Rahmen einer Stichprobenanalyse stellte der VKI fest, dass viele als Grillgut beworbene Würstel Nitritpökelsalz enthalten. Dazu zählen unter anderem Käsekrainer, Knacker oder Speck. Auch zahlreiche Grillwürstel enthalten den Zusatzstoff. Weniger problematisch sind hingegen klassische Bratwürstel, da diese in der Regel ohne Nitritpökelsalz hergestellt werden. Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich: Finden Sie dort Natriumnitrit oder die Bezeichnung E250, handelt es sich um ein gepökeltes Produkt.

Warum das problematisch ist

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Nitritpökelsalz hat grundsätzlich einen wichtigen Zweck. Es hemmt das Wachstum gefährlicher Bakterien wie Clostridium botulinum, das die sogenannte Wurstvergiftung auslösen kann. Beim Grillen entsteht jedoch ein anderes Problem: Werden gepökelte Produkte sehr stark erhitzt, können sich sogenannte Nitrosamine bilden. Diese stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Wie viele dieser Stoffe tatsächlich entstehen, hängt zwar unter anderem von der Temperatur, der Rezeptur und dem Bräunungsgrad ab. Solange es dazu aber keine eindeutigen Daten gibt, empfehlen VKI, AGES und BfR, gepökelte Fleisch- und Wurstwaren möglichst nicht zu grillen.

So grillen Sie sicherer

Auch bei anderem Grillgut gilt: Weniger Hitze ist oft die bessere Wahl. Expert:innen empfehlen, Fleisch und Gemüse möglichst indirekt zu grillen und ein Verkohlen zu vermeiden. So entstehen auch weniger andere unerwünschte Stoffe, etwa sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die entstehen können, wenn Fett in die Glut tropft. Außerdem raten die Fachleute davon ab, salzige oder säurehaltige Lebensmittel wie Tomaten oder Zitronensaft direkt auf Alufolie zu grillen. Dadurch kann Aluminium in die Speisen übergehen. Grilltassen oder Gemüseblätter sind hier die bessere Alternative.

Vorsicht auch beim Grillen selbst

Neben den gesundheitlichen Risiken durch Lebensmittel warnen Expert:innen auch vor klassischen Grillunfällen. Flüssige Brandbeschleuniger können gefährliche Stichflammen verursachen, verschmutzte Grillroste bergen Brandgefahr und beim Grillen in geschlossenen Räumen droht eine lebensgefährliche Kohlenmonoxidvergiftung. Wichtig ist außerdem, Fleisch immer vollständig durchzugaren und auf eine gute Küchenhygiene zu achten, um Lebensmittelvergiftungen zu vermeiden. So steht einem sicheren Grillabend nichts mehr im Weg, nur auf gepökelte Würstel sollten Sie laut den Expert:innen künftig besser verzichten.

(APA)