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Nach 6:0 gegen WAC: Diese Statistik macht Rapid schon zum Meister

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Nach dem 6:0 gegen den WAC jagt Rapid nicht nur Rekorde. Ein Blick auf die Bundesliga-Geschichte macht den Hütteldorfern Hoffnung auf den Titel.
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Elf Siege aus zwölf Spielen, 33 Punkte auf dem Konto und ein 6:0-Schützenfest gegen den WAC: Rapid spielt sich in dieser Saison in einen Rausch. Die Mannschaft von Johannes Hoff Thorup hat am Freitagabend nicht nur einen 75 Jahre alten Vereinsrekord eingestellt. Auch die Bundesliga-Geschichte liefert den Hütteldorfern ein bemerkenswertes Argument im Kampf um den ersten Meistertitel seit 2008.

Denn einen derart starken Saisonstart gab es in Österreich nur selten. Und bisher endete er immer mit dem Meisterteller.

Vier Traumstarts, vier Meistertitel

Schon nach elf Runden gehörte Rapid zu einem exklusiven Kreis. Erst fünf Mannschaften in der Geschichte der Bundesliga gewannen zehn ihrer ersten elf Saisonspiele. Vier davon hatten ihre Meisterschaft bereits abgeschlossen – und alle vier holten den Titel.

Rapid selbst gelang dieser Start 1987/88 unter Trainer Otto Barić. Am Ende feierten die Hütteldorfer ihren nächsten Meistertitel.

1999/2000 legte Wacker Innsbruck einen ebenso starken Auftakt hin und wurde Meister. Red Bull Salzburg wiederholte das Kunststück gleich zweimal: 2018/19 und 2021/22. Auch in diesen beiden Spielzeiten ging der Titel an die Mannschaft mit dem Traumstart.

Vier von vier. Eine historische Trefferquote von 100 Prozent.

Jetzt ist Rapid die fünfte Mannschaft in dieser Reihe. Mit dem 6:0 gegen Wolfsberg hat die Thorup-Elf ihre Bilanz sogar auf elf Siege aus zwölf Spielen verbessert.

Happel, Hanappi und die Elf von 1951

Der Blick in die eigene Vereinsgeschichte macht die aktuelle Serie noch bemerkenswerter.

In der Saison 1950/51 gewann Rapid elf seiner ersten zwölf Meisterschaftsspiele. Damals standen mit Ernst Happel, Gerhard Hanappi, Robert Dienst und Alfred Körner einige der größten Namen der Klubgeschichte auf dem Platz.

75 Jahre später hat die Mannschaft von Hoff Thorup diese Marke eingestellt. Petter Dahl und Ercan Kara trafen gegen den WAC jeweils doppelt, Tonni Adamsen und Claudy Mbuyi sorgten für den 6:0-Endstand.

Sieben Heimspiele, sieben Siege

Besonders beeindruckend ist Rapids Bilanz im Allianz Stadion. Alle sieben Bundesliga-Heimspiele dieser Saison haben die Grün-Weißen gewonnen. Dabei erzielten sie 29 Tore und kassierten gerade einmal drei Gegentreffer.

Schon vor dem WAC-Spiel hatten die Hütteldorfer mit 23 Treffern aus sechs Heimspielen einen Wert erreicht, den zuletzt Salzburg 2019/20 übertroffen hatte.

Auch die direkte Bilanz gegen Wolfsberg liefert eine neue Bestmarke. Rapid gewann zum vierten Mal hintereinander gegen den WAC. Eine solche Siegesserie war zuvor keinem der beiden Klubs in diesem Bundesliga-Duell gelungen.

Meisterträume in Hütteldorf: Die Rapid-Fans feiern mit grün-weißen Schals den Rekordstart ihrer Mannschaft. © GEPA pictures

18 Jahre ohne Meistertitel

Die letzte Rapid-Meisterschaft liegt inzwischen 18 Jahre zurück. 2008 führte Peter Pacult die Grün-Weißen zum Titel.

Nun steht Rapid nach zwölf Runden bei 33 von 36 möglichen Punkten. Nur ein einziges Ligaspiel ging verloren.

Und die vier bisherigen Mannschaften, die nach elf Runden eine vergleichbare Bilanz vorweisen konnten, wurden am Ende allesamt Meister.