Weltweit kennt man Loch Ness vor allem wegen seines angeblichen Seeungeheuers "Nessie". Einen wissenschaftlichen Beweis für das Monster gibt es bis heute nicht. Dafür könnte es im berühmten schottischen See bald tatsächlich tierischen Zuwachs geben: Biber sollen in die Region zurückkehren – erstmals seit rund 500 Jahren.
Die Naturschutzbehörde NatureScot hat die Wiederansiedlung genehmigt. Innerhalb der kommenden drei Jahre dürfen bis zu 15 Biberfamilien an geeigneten Stellen im Einzugsgebiet des Flusses Ness freigelassen werden.
Biber sollen die Natur stärken
Die Tiere könnten das Ökosystem rund um Loch Ness deutlich verändern. Durch ihre Dämme entstehen Teiche und Feuchtgebiete, die zahlreichen anderen Arten Lebensraum bieten. Außerdem können Biber dazu beitragen, Wasser zurückzuhalten und den Wasserfluss bei Hochwasser und Trockenperioden zu regulieren.
"Wir glauben, dass die Rückkehr von Bibern in das Ness-Einzugsgebiet die Biodiversität dieses Teils Schottlands erheblich verbessern wird", erklärte Robbie Kernahan von NatureScot.
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Mehrheit unterstützt die Rückkehr
Die Biber waren in Schottland vor mehreren Jahrhunderten durch intensive Bejagung verschwunden. Nun soll die Rückkehr der Tiere kontrolliert erfolgen. Laut BBC unterstützten mehr als 73 Prozent der Teilnehmer einer öffentlichen Konsultation das Vorhaben.
Gleichzeitig gibt es auch Bedenken: Landwirte, Grundstücksbesitzer und Anwohner befürchten mögliche Schäden durch die Aktivitäten der Tiere. Diese Sorgen sollen durch Überwachung und Schutzmaßnahmen berücksichtigt werden.
Natürliche Helfer für die Umwelt
Die Rückkehr der Biber könnte weitreichende Folgen für die Landschaft rund um Loch Ness haben. Durch ihre Dämme entstehen neue Feuchtgebiete, die Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten bieten. Gleichzeitig halten sie Wasser zurück, können Hochwasser abmildern und helfen, die Gewässer widerstandsfähiger gegen Trockenperioden zu machen. Die Wiederansiedlung soll damit nicht nur den Bibern eine neue Heimat geben, sondern das gesamte Ökosystem stärken.