AfD-Knall
Diese Umfrage lässt ganz Deutschland beben
Wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September kündigt sich ein wahres Wahl-Beben an. In der aktuellen ARD-Vorwahlumfrage kommt die AfD auf 42 Prozent und liegt damit gleich 20 Punkte vor der CDU. Diese erreicht nur noch 22 Prozent – zwei Punkte weniger als bei der vorherigen Umfrage und damit einen historischen Tiefstand im Bundesland.
Die Linke kommt auf 11 Prozent, die SPD auf 8 und die Grünen auf 6 Prozent. Das BSW würde mit 4 Prozent ebenso wie die FDP mit 3 Prozent den Einzug in den Landtag verpassen.
Polit-Beben
Damit steht Deutschland vor einem gigantischen Polit-Beben. Die AfD wird aller Voraussicht nach nicht nur erstmals eine Landtagswahl gewinnen, die Rechtsaußen-Partei könnte sogar die absolute Mandatsmehrheit erlangen.
Für die Erhebung befragte infratest dimap 1511 Wahlberechtigte. Allerdings handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Wahlprognose. Elf Prozent der Befragten geben an, ihre Entscheidung könne sich noch ändern. 19 Prozent sind noch unentschlossen oder tendieren zur Nichtwahl.
Spannend bleibt deshalb der Blick auf die Spitzenkandidaten. CDU-Ministerpräsident Sven Schulze erhält derzeit von 30 Prozent ein positives Zeugnis, während 46 Prozent mit seiner Arbeit unzufrieden sind. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund kommt dagegen auf 37 Prozent Zustimmung.
Patt
Bei einer Direktwahl des Ministerpräsidenten liegen beide nahezu gleichauf: 41 Prozent würden Schulze wählen, 39 Prozent Siegmund.
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Auch bei der Frage nach der künftigen Regierung zeigt sich ein Patt. 42 Prozent bevorzugen eine AfD-geführte Landesregierung, 41 Prozent eine CDU-geführte. Eine Regierungsbildung dürfte damit äußerst schwierig werden. Die AfD hätte trotz ihres deutlichen Vorsprungs keine eigene Mehrheit, während eine CDU-geführte Koalition mehrere Parteien benötigen würde. Eine Zusammenarbeit mit der AfD wird von den übrigen Parteien ausgeschlossen.