Nach dem Strandurlaub wandert die Urlaubswäsche gerne direkt in die Waschmaschine. Was dabei leicht übersehen wird: Sand bleibt nicht unbedingt dort, wo man ihn mit bloßem Auge sieht. Feine Körner stecken in Handtüchern, Taschen, Bademode und zwischen den Fasern der Kleidung und landen beim Waschen anschließend in der Maschine. Ein bisschen Sand wird eine moderne Waschmaschine nicht sofort zerstören. Größere Mengen können allerdings problematisch werden, vor allem wenn sie immer wieder im Gerät landen.
Was Sand in der Waschmaschine anrichten kann
Während des Waschgangs löst sich der Sand aus den Textilien und wird mit dem Wasser durch die Maschine gespült. Ein Teil landet im Flusensieb, größere Mengen können aber auch in den Ablauf gelangen. Dort kann sich Sand mit Flusen, Haaren und anderen Rückständen verbinden und Ablagerungen bilden. Im ungünstigsten Fall wird der Wasserablauf beeinträchtigt oder die Ablaufpumpe belastet. Besonders ärgerlich: Sand kann sich auch in der Gummidichtung der Tür absetzen. Bleiben dort Körner zurück und wird die Dichtung immer wieder bewegt, können die Partikel auf Dauer das Material belasten. Und wer regelmäßig sehr sandige Wäsche wäscht, verteilt die Körner im schlimmsten Fall immer wieder im Inneren der Maschine.
Darum sollten Sie Strandwäsche nicht einfach hineinwerfen
Bevor Badezeug und Handtücher nach dem Urlaub in die Maschine kommen, sollten Sie deshalb möglichst viel Sand trocken entfernen. Am besten schütteln Sie die Sachen im Freien gründlich aus. Bei Handtüchern und Kleidung funktioniert es auch, sie zunächst kräftig auszubürsten oder mit den Händen auszuklopfen. Besonders wichtig sind Taschen, Bademode und Strandspielzeug: In kleinen Nähten und Ecken sammelt sich erstaunlich viel Sand. Auch bei einem Strandtuch lohnt sich ein genauer Blick, gerade dicke Frottierstoffe können große Mengen Sand aufnehmen.
Was tun, wenn die Waschmaschine schon voller Sand ist?
Ist der Sand bereits in der Maschine gelandet, sollten Sie nicht einfach sofort die nächste volle Waschladung starten.
1. Flusensieb kontrollieren
Zuerst das Flusensieb beziehungsweise die Fremdkörperfalle prüfen und gründlich reinigen. Je nach Modell sitzt sie unten an der Waschmaschine. Halten Sie beim Öffnen ein Handtuch oder einen flachen Behälter bereit, da Wasser austreten kann. Entfernen Sie Sand, Flusen und andere Ablagerungen vollständig.
2. Gummidichtung auswischen
Anschließend die Türdichtung kontrollieren. Sand sammelt sich gerne in den Falten des Gummis. Mit einem feuchten Tuch können Sie die Körner vorsichtig entfernen. Danach die Dichtung trockenwischen.
3. Waschmittelfach reinigen
Auch im Waschmittelfach können sich Rückstände sammeln. Nehmen Sie es, sofern laut Bedienungsanleitung möglich, heraus und reinigen Sie es gründlich unter fließendem Wasser.
4. Leer durchspülen
Ist der sichtbare Sand entfernt, kann ein leerer Spül- oder Waschgang ohne Wäsche helfen, verbliebene Partikel aus dem System zu spülen. Welches Programm dafür geeignet ist, hängt vom jeweiligen Gerät ab, im Zweifel lohnt sich ein Blick in die Bedienungsanleitung. Wichtig: Verwenden Sie nicht einfach aggressive Reinigungsmittel oder Hausmittel zusätzlich zum Leerwaschgang. Bei sandigen Ablagerungen ist zunächst das mechanische Entfernen entscheidend.
Der einfachste Trick: Sand gar nicht erst hineinlassen
Die beste Methode ist deshalb tatsächlich die unspektakulärste: Strandwäsche vor dem Waschen gründlich ausschütteln. Vor allem bei Handtüchern und Bademode lohnt sich das. Wer nach dem Urlaub mehrere sandige Ladungen vor sich hat, sollte außerdem zwischendurch das Flusensieb kontrollieren. Denn ein einzelner Urlaubstag am Strand sollte nicht dazu führen, dass ausgerechnet nach der Heimkehr die Waschmaschine schlappmacht.