Keimschleuder

Bakterien-Alarm: So oft sollten Sie Ihre Badesachen waschen

© Getty Images/iStockphoto
Im Sommer sind Badehose und Bikini im absoluten Dauereinsatz. Ein Sprung ins Meer, ein paar Bahnen im Freibad und danach entspannt auf dem Handtuch trocknen lassen, das perfekte Sommer-Feeling. Doch Vorsicht: In der feuchten Bademode lauert eine unappetitliche Gefahr.
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Um die warme Jahreszeit unbeschwert zu genießen, kommt es nicht nur auf den passenden Sonnenschutz an, sondern auch auf die richtige Pflege der Bademode. Denn nasse Bikinis, Badehosen und feuchte Handtücher sind ein Paradies für Bakterien und Keime. Die unschönen Folgen? Hautirritationen, Infektionen oder ein hartnäckiger, muffiger Geruch. Wir verraten die besten Pflege-Tricks, mit denen Ihre Badesachen dauerhaft frisch bleiben und Sie Ihre Gesundheit schützen.

Das unterschätzte Bakterienparadies

Der Mix aus Körperwärme, Schweiß, Chlor, Sonnencreme und vor allem lang anhaltender Feuchtigkeit macht Badesachen zum absoluten Nährboden für Keime.

Wer seine nasse Badekleidung stundenlang am Körper trägt oder sie nach dem Schwimmen achtlos und nass in die Strandtasche stopft, riskiert nicht nur üble, muffige Gerüche und Stockflecken. Die gesundheitlichen Folgen können den Sommerurlaub ruinieren: Es drohen Hautirritationen, juckende Ausschläge und im schlimmsten Fall sogar schmerzhafte Pilzinfektionen und Entzündungen im Intimbereich.

So oft müssen Bikini und Badehose wirklich gereinigt werden

Die gute Nachricht vorweg: Sie müssen Ihre empfindliche Bademode nicht nach jedem einzelnen Sprung ins Wasser in die Waschmaschine werfen. Mit dieser Routine bleiben Sie gesund und schonen das Material:

Nach JEDEM Tragen – Ausspülen ist Pflicht: Das ist der wichtigste Schritt! Spülen Sie Bikini und Badehose unmittelbar nach dem Baden gründlich mit klarem, kaltem Leitungswasser aus. So spülen Sie Salz, Sand, Chlor und Sonnencreme ab, bevor diese tief in die Fasern eindringen und sie beschädigen können.

Sofort umziehen: Ziehen Sie sich nach dem Schwimmen am besten einen trockenen Wechsel-Bikini oder eine trockene Badehose an, um Keimen durch Körperwärme und Feuchtigkeit erst gar keine Chance zu geben.

Ab in die Waschmaschine: Nach etwa drei bis vier Badegängen ist eine gründliche Reinigung in der Maschine (oder per intensiver Handwäsche) fällig. Nur so werden tiefer sitzende Bakterien, Schweiß und Öle verlässlich abgetötet und weggewaschen.

Pflege-Hacks: So waschen Sie Bademode richtig

Damit die neuen Lieblingsteile nicht ausleiern oder ihre Strahlkraft verlieren, ist in der Waschmaschine Fingerspitzengefühl gefragt:

Die richtige Temperatur: Waschen Sie Badesachen niemals heiß. 30 Grad im Schonwaschgang reichen für die Hygiene völlig aus. Eine 60-Grad-Wäsche ist tabu, denn Hitze zerstört die modernen Elasthan-Fasern.

Finger weg vom Weichspüler! Er legt sich wie ein Film über die Kunstfasern und lässt den Stoff extrem schnell ausleiern. Nutzen Sie lieber nur ein mildes Fein- oder Buntwaschmittel.

Wäschenetz für feine Teile: Insbesondere Bikinioberteile mit Bügeln oder Applikationen gehören zum Schutz in ein Wäschenetz. Schalten Sie außerdem den Schleudergang aus oder drosseln Sie ihn auf maximal 600 Umdrehungen.

Trockner-Verbot: Der Wäschetrockner ist der sichere Tod für Bademode. Wringen Sie die nassen Sachen nicht aus, sondern drücken Sie das Wasser sanft mit einem Handtuch aus. Legen Sie die Teile danach flach an einen schattigen Ort. Direkte UV-Strahlung lässt die Farben schnell ausbleichen.

Vor dem ersten Tragen unbedingt waschen

Haben Sie neue Badesachen geshoppt? Dann werfen Sie diese vor dem ersten Tragen unbedingt einmal in die Waschmaschine. In der Produktion kommen häufig chemische Farbstoffe, Fixiermittel oder Schimmelbekämpfungsmittel zum Einsatz, die direkt auf der bloßen Haut allergische Reaktionen auslösen können.

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