Urlauber genervt
Dieser Traumstrand auf Mallorca wird zur Stink-Falle
Betroffen ist der Naturstrand Es Comú bei Playa de Muro. Dort haben sich große Mengen angeschwemmter Seegrasreste angesammelt. Die braunen Teppiche bedecken weite Teile des Strandes, stellenweise ist der Zugang zum Wasser erschwert. Besucher berichten von einem intensiven Geruch nach Verwesung.
Viele Urlauber zeigen sich enttäuscht. Schließlich zählt Es Comú zu den bekanntesten Naturstränden Mallorcas und gilt normalerweise als beliebtes Ziel für Badegäste.
Warum das Seegras liegen bleiben muss
Trotz der Beschwerden darf das angeschwemmte Seegras nicht einfach entfernt werden. Der Strand gehört zum Naturpark S'Albufera und steht unter besonderem Schutz. Nach den geltenden Vorschriften müssen die Posidonia-Reste grundsätzlich am Strand verbleiben.
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Der Grund: Die abgestorbenen Pflanzen bilden natürliche Schutzwälle, die den Sand vor Erosion bewahren. Die Posidonia oceanica gilt zudem als wichtiger Bestandteil des Mittelmeer-Ökosystems und als Zeichen für sauberes Wasser.
Entfernung nur in Ausnahmefällen
Die Gemeinden dürfen die Pflanzenmassen nur in besonderen Fällen beseitigen, etwa wenn konkrete Gesundheits- oder Sicherheitsrisiken bestehen. Selbst dann ist zuvor eine Genehmigung der zuständigen Umweltbehörden erforderlich. Eine Entfernung aus rein touristischen oder optischen Gründen ist nicht erlaubt.
Für viele Urlauber ist der Anblick enttäuschend. Für Naturschützer sind die Seegrasreste dagegen ein wichtiger Teil des Küstenschutzes. Deshalb dürfte der unangenehme Geruch am Strand von Es Comú vorerst bleiben.