Mann & Frau getrennt

DIESES Strandbad lockt über 100.000 Besucher an

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Frauen hier, Männer dort: Im historischen Strandbad "Pedocìn" in Triest wird bis heute strikt getrennt gebadet. Die ungewöhnliche Tradition hält die Besucher nicht fern – im Gegenteil: In nur drei Monaten kamen mehr als 100.000 Menschen.
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Insgesamt wurden in diesem Sommer bereits 106.696 Eintrittskarten verkauft. Bei einem Preis von gerade einmal 1,20 Euro kamen damit rund 120.000 Euro Einnahmen zusammen.

Besonders beliebt ist das Bad bei Frauen. Allein im Juli wurden laut der Zeitung "Il Piccolo" 53.610 Tickets für Frauen verkauft. Zum Vergleich: Im Juli 2025 waren es 34.885, im Juli 2024 rund 40.160.

In den Zahlen sind auch kostenlose Eintritte enthalten, etwa für Kinder unter zwölf Jahren sowie Menschen mit Behinderung und deren Begleitpersonen.

Eine Mauer trennt Frauen und Männer

Das "Pedocìn" ist nicht irgendein Strandbad. Die Anlage geht auf die Habsburgerzeit zurück und besitzt eine rund 74 Meter lange Trennmauer, die den Badebereich für Frauen vom Bereich der Männer trennt.

Der Eintritt kostet lediglich 1,20 Euro – weniger als eine Busfahrt in Triest. Zum Publikum gehören längst nicht mehr nur Einheimische. Auch Touristen zieht die ungewöhnliche Anlage an.

Tradition sorgt für Diskussionen

Für viele Menschen in Triest ist das "Pedocìn" ein Stück Stadtgeschichte und ein identitätsstiftendes Symbol. Die getrennten Bereiche werden von zahlreichen Besuchern als freiwillige und über Jahrzehnte gewachsene Tradition akzeptiert.

Kritiker sehen die Geschlechtertrennung dagegen als überholt. Das Strandbad sorgt deshalb immer wieder für Diskussionen über Tradition und gesellschaftlichen Wandel.

Trotz des Besucherrekords gibt es außerdem einiges zu tun: Nach Einschätzung von "Il Piccolo" benötigt die historische Anlage mittlerweile mehrere Instandhaltungsarbeiten.

Eines zeigt der Besucheransturm aber deutlich: Die ungewöhnliche Tradition ist längst selbst zur Touristenattraktion geworden.