Italien-Schock

DIESES Urlaubsparadies ist stark bedroht

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Die zum Unesco-Welterbe gehörenden Cinque Terre an der Küste der norditalienischen Region Ligurien zählen einer Studie zufolge zu den am stärksten vom steigenden Meeresspiegel bedrohten Gebieten Italiens.

Besonders die beliebten Küstenorte Monterosso und Vernazza könnten in den kommenden Jahrzehnten zunehmend von Überschwemmungen betroffen sein, teilten Forscher am Dienstag mit.

Nach den Berechnungen könnte der Meeresspiegel bis zum Jahr 2150 um 60 Zentimeter bis mehr als einen Meter ansteigen. In Kombination mit Sturmfluten drohten nicht nur Strände und kleine Häfen überflutet zu werden, sondern auch Teile der historischen Ortskerne. Gefährdet sei zudem die entlang der Küste verlaufende Bahnstrecke, die als wichtigste Verkehrsverbindung der fünf Dörfer gilt.

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Europäisches Forschungsprojekts unter Leitung des italienischen Instituts INGV

Die Untersuchung entstand im Rahmen eines europäischen Forschungsprojekts unter Leitung des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV), wie die römische Tageszeitung "La Repubblica" am Dienstag berichtete. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift "Remote Sensing" veröffentlicht. An der Studie waren neben italienischen Forschungseinrichtungen auch Wissenschaftler aus Griechenland, Frankreich und den Niederlanden beteiligt.

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Ziel der Studie es, Entscheidungsträger frühzeitig auf die langfristigen Folgen des Klimawandels im Mittelmeerraum hinzuweisen, sagte Projektkoordinator Marco Anzidei. Neben den Cinque Terre analysierten die Wissenschaftler 39 weitere Küstengebiete in Italien. Demnach könnten bis 2150 landesweit rund 10.000 Quadratkilometer Küstenfläche von Überflutungen betroffen sein.

Der Nationalpark Cinque Terre hat bereits Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel eingeleitet. Nach Angaben von Parkpräsident Lorenzo Viviani wurde 2025 als erster Nationalpark Italiens ein eigener Anpassungsplan verabschiedet. Zudem werden historische Trockenmauern und Terrassenanlagen restauriert, um Erdrutsche an den steilen Küstenhängen einzudämmen.

Die Folgen des Klimawandels sind in der Region bereits sichtbar. So habe sich der Anbau der Trauben für den berühmten Dessertwein Sciacchetrà in höhere Lagen verlagert, weil Küstenerosion und stärkere Stürme zahlreiche Weinberge beschädigt hätten. Auch die Weinlese beginne inzwischen deutlich früher als noch vor wenigen Jahrzehnten. Die Forscher fordern neben einer Verringerung der Treibhausgasemissionen langfristig auch eine Verlagerung besonders gefährdeter Infrastruktur und Siedlungen in höher gelegene Gebiete.