8 Spieler positiv
Doping-Wirbel bei WM-Teilnehmer
Der Dopingalarm sorgt mitten in der laufenden WM für extrem viel Gesprächsstoff, auch wenn das tunesische Team bereits aus dem Turnier ausgeschieden ist. Wie einige Medien, darunter die britische "Times", vermeldeten, wurden gleich acht Spieler des bereits ausgeschiedenen Tunesien positiv auf die verbotene Substanz Clenbuterol getestet. Geholfen hat es den Nordafrikanern offenbar überhaupt nichts, denn Tunesien verlor all seine Gruppenspiele klar.
Verdacht auf kontaminiertes Fleisch
Aufgrund des Mittels und der hohen Anzahl der betroffenen Spieler dürfte es sich hier wohl nicht um bewusstes Doping handeln. Viel wahrscheinlicher ist, dass die betroffenen Nordafrikaner kontaminiertes Fleisch zu sich genommen haben. Clenbuterol steigert zwar die Muskelmasse und reduziert das Körperfett, ist aber als klassisches Dopingmittel eigentlich schon länger aus der Mode gekommen. Zudem ist eine solche Clenbuterol-Verunreinigung von Fleisch in manchen Ländern, wie etwa auch China oder Mexiko, absolut keine Seltenheit.
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Fehler beim Team-Basislager
Genau in diesem mittelamerikanischen Staat, nämlich in Mexiko, hatten die Tunesier ihr Basislager bei der WM aufgeschlagen. Andere Nationen agieren da deutlich vorsichtiger, um böse Überraschungen bei Kontrollen zu vermeiden. "Teams wie Schweden lassen sich in solchen Ländern Fleisch aus der Heimat liefern", weiß der schwedische Doping-Experte Ake Andren Sandberg. Das hatte Tunesien im Vorfeld offenbar komplett verabsäumt.
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Wohl keine leistungssteigernde Wirkung
Die Substanz steht aufgrund ihrer Wirkung natürlich weiterhin ganz klar auf der Verbotsliste. Ein Verstoß gegen die strengen Dopingregeln ist es auf jeden Fall, vermutlich darf das tunesische Oktett aber mit einer eher geringen Strafe rechnen. Auch wenn, wie anhand der verpatzten Ergebnisse auf dem Rasen zu sehen war, es wohl ohnehin keine leistungssteigernde Wirkung hatte. Für den Experten Sandberg ist das absolut logisch: "Anabole Steroide dieser Art brauchen Monate, um die Muskeln aufzubauen." Das Turnier ist für die betroffenen Akteure damit auf eine besonders bittere Art und Weise zu Ende gegangen.