Täter gefilmt

Dorotheum-Großeinsatz: Räuber entkam mit null Beute

© Viyana Manset Haber
Nach dem bewaffneten Überfall auf eine Dorotheum-Filiale in Währing mit anfänglich vermuteter Geiselnahme konnte der Täter entkommen, wobei er die Beute im Geschäft fallen- und damit zurückließ.
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Wien. Die Exekutive hat die vier Mitarbeiter des Geschäfts befragt, die sich zum Tatzeitpunkt dort aufgehalten hatten und nach dem Überfallsalarm geflüchtet waren. "Hinsichtlich der Beschreibung des Verdächtigen stimmen die bisherigen Angaben überein", erklärte die Polizeisprecherin. Wie der Mann ausgesehen hat, wird nicht verraten - man wartet offenbar auf die Auswertung der Überwachungskameras und auf die Genehmigung der Staatsanwaltschaft, ob die Öffentlichkeit dazu Genaueres erfahren und bei der Suche mittels Lichtbild bei der Fahndung mithelfen darf...

Polizei (links unten im Bild) näherte sich mit aller  Vorsicht dem Schauplatz eines Raubüberfalls. © Starpix / A. Tuma

Wie sich der Coup am Donnerstag genau abspielte, ist noch unklar. "Auch wer den Alarm letztlich ausgelöst hat, ist noch Gegenstand der Ermittlungen", hieß es.

Kurz nach 15.00 Uhr waren die Einsatzkräfte zu dem Dorotheum in der Währinger Straße gerufen worden. Eine Zeugin gab an, dass eine männliche, maskierte Person, die vermutlich eine Schusswaffe bei sich trug, die Filiale betreten habe. Aufgrund der zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Informationen konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sich noch ein Bewaffneter und weitere Personen in den Räumlichkeiten aufhielten.

Die Polizei sperrte den Bereich großräumig ab und forderte die Menschen auf, die angrenzenden Geschäftslokale vorübergehend zu verlassen. Anrainerinnen und Anrainer hatten währenddessen nicht in ihre Wohnungen zurückkehren können. Zur Unterstützung wurden diverse Streifenkräfte von Stadtpolizeikommanden, des Landeskriminalamtes Wien, der Landesverkehrsabteilung Wien, der Bereitschaftseinheit Wien sowie Spezial- und Sondereinheiten wie die Polizeidiensthundeeinheit, die WEGA und die Cobra angefordert.

Auch die Cobra-Einheit war in die Ausehen erregende Amtshandlung eingebunden. © Starpix / A. Tuma

Schließlich erfolgte eine koordinierte Durchsuchung durch die Direktion Spezialeinheiten/Einsatzkommando Cobra mit Unterstützung eines Diensthundes. Der Verdacht, dass sich der Täter noch in dem Geschäft aufhalten könnte, bestätigte sich nach einem stundenlangen Großeinsatz nicht. Der Einsatz wurde gegen 19.00 Uhr beendet. Die Sperren wurden aufgehoben. Verletzt wurde ebenfalls niemand.