In der Nacht auf Montag sei ein Fahrer getötet worden, der Lebensmittel für die Mitarbeiter lieferte, sagte der Chef des russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow. Ziele seien ein Laborgebäude und eine Anlage zur Verarbeitung radioaktiver Abfälle gewesen. Eine Gefahr für die nukleare Sicherheit bestehe jedoch nicht.
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Die russische Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, warf dem Westen vor, die ukrainischen Angriffe durch mangelnde Verurteilung zu ermöglichen. Die von Russland eingesetzte Werksleitung hatte bereits am Samstag erklärt, ukrainischer Beschuss habe die externe Stromversorgung beschädigt. Das Kraftwerk werde derzeit über Notstromdieselgeneratoren versorgt. Das größte Atomkraftwerk Europas wurde in den ersten Wochen des Krieges von Russland besetzt. Seitdem werfen sich Moskau und Kiew gegenseitig vor, die nukleare Sicherheit zu gefährden. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat Beobachter vor Ort stationiert.
Außerdem gab es einen groß angelegten Drohnen-Angriff auf die Region rund um Moskau. Die meisten der 650 Drohnen seien von der Luftabwehr aus großer Entfernung unschädlich gemacht worden, schrieb der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin auf Telegram. 105 Drohnen seien bei ihrem Anflug zerstört worden. Über Schäden oder Verletzte gab es zunächst keine Informationen.
Sollten die russischen Angaben zur Zahl der abgeschossenen Drohnen zutreffen, würden sie auf einen großen Angriff der Ukraine hindeuten. Das Portal "Kyjiv Independent" berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, bei dem Angriff sei eine Ölförderanlage rund 40 Kilometer entfernt von Moskau ins Visier genommen worden. Die Ukraine zielt auf Anlagen der russischen Ölindustrie, um so auch den für Moskaus Kriegskasse wichtigen Energieexport zu treffen.
Ukraine zielt auf Ziele im russischen Hinterland
Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als viereinhalb Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion. Als Teil ihres Abwehrkampfes nimmt sie immer wieder auch Ziele im russischen Hinterland ins Visier.
Russland beschießt das Hinterland des Nachbarn systematisch und setzt dazu Drohnen und Raketen ein. Bei den Attacken kommen in der Ukraine fast täglich Zivilisten zu Tode, Wohnhäuser und für die Bewohner lebenswichtige Infrastruktur werden zerstört.
Am Montag waren durch russische Fliegerbomben in der ostukrainischen Großstadt Charkiw nach Behördenangaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Die Ermittlungsbehörden sprachen von 59 Verletzten. Unter den Trümmern eines Wohnhauses wurde weiter nach möglichen weiteren Opfern gesucht.