Unvergleichlich

Dürre-Schock in NÖ: 400 Mio. Euro Schaden

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Niederösterreich steht im Zentrum der diesjährigen Dürrekatastrophe und trägt mit 400,5 Millionen Euro den Großteil des österreichweiten Schadens von einer Milliarde Euro.
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Ausbleibende Niederschläge und lange Hitzewellen verursachen massive Ernteausfälle und Futtermangel.

Kurt Weinberger, Chef der Hagelversicherung, spricht von einem beispiellosen Schadensjahr, betont jedoch: "Die gute Nachricht ist: Die Risikovorsorge durch die Bäuerinnen und Bauern ist sehr hoch. 80 Prozent der Ackerflächen und 40 Prozent der Grünlandflächen sind gegen das Risiko Dürre versichert."

Folge des Klimawandels

Klimaforscher Anders Levermann verweist auf den menschengemachten Klimawandel als Ursache für die deutlich häufigeren Wetterextreme. Da die immensen Ertragseinbußen die heimische Lebensmittelversorgung gefährden, drängt Weinberger auf deutlich mehr Klima- und Bodenschutz.

"Schadensausmaß übersteigt alle bisherigen"

Niederösterreichs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) schlägt wegen der prekären Situation Alarm: "Diese Dürrekatastrophe ist mit den Ereignissen der vergangenen Jahre nicht zu vergleichen. Das Schadensausmaß übersteigt alle bisherigen und bedroht die Existenz vieler bäuerlichen Familienbetriebe."

Er fordert deshalb außergewöhnliche Maßnahmen und schnelles Handeln des Bundes. Um die Lebensmittelversorgung zu sichern, verlangt Pernkopf neben "Unterstützung bei Betriebsmittelkrediten" auch "die Aussetzung der Sozialversicherungsbeiträge für ein Quartal in der Höhe von rund 300 Millionen Euro", um die Betriebe rasch und effektiv zu entlasten.