"Glaube fest daran"
Ehefrau Silvia spricht über Lafer-Krebs
Seit mehr als 40 Jahren geht Silvia Lafer gemeinsam mit ihrem Mann Johann Lafer durchs Leben. Neben großem beruflichen Erfolg krönten zwei gemeinsame Kinder das Familienglück.
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Vor genau zweieinhalb Jahren folgte jedoch der schwere Schock, als bei dem Starkoch während einer Routineuntersuchung Lymphdrüsenkrebs festgestellt wurde. Seitdem befindet sich der gebürtige Steirer im intensiven Kampf gegen die Erkrankung. Im Gespräch mit der deutschen Bild gab Silvia Lafer nun private Einblicke in die vergangenen Monate, in denen sie selbst gesundheitliche Rückschläge verkraften musste. Sie gibt sich stark:
"Vor anderthalb Jahren hatte ich eine Herzoperation. Es geht mir gut."
Wenn es um die Familie geht, zeigt sie sich als absolute Kämpferin:
"Wenn einem meiner Liebsten etwas passiert, kämpfe ich mit allem, was ich habe."
Gummibärchen während der Chemo
Nachdem die Ärzte vergrößerte Lymphknoten bei Johann Lafer beobachteten und diese weiter wuchsen, wurde die Entscheidung für eine Chemotherapie getroffen. Silvia wich ihrem Mann in der Klinik nicht von der Seite. Trotz der harten Behandlung dachte der Koch nie ans Aufgeben und lehnte es ab, berufliche Termine zu streichen. Seine Ehefrau beobachtet sogar, dass er fast noch aktiver als vorher sei. Obwohl er im Zuge der Therapie bereits 25 Kilo abgenommen hat und die Haare ausfielen, blickt sie positiv nach vorne. Bei den anstrengenden Terminen und Behandlungen unterstützt sie ihn tatkräftig: "Ich versorge ihn dann mit Gummibärchen und Cola light."
Kinder geben großen Halt
Eine tragende Rolle in dieser herausfordernden Zeit spielen die beiden gemeinsamen Kinder Jennifer (31) und Jonathan (25), die in Den Haag in den Niederlanden leben. Die Familie pflegt einen sehr offenen Umgang mit der Krebserkrankung und telefoniert bis zu dreimal am Tag miteinander, da sich die Kinder natürlich um ihren Papa sorgen. Durch direkte Gespräche mit den Ärzten konnten auch sie Vertrauen gewinnen. Nach vier Jahrzehnten Ehe hat Silvia gelernt: "Den anderen zu spüren. Da weiß man, wann der andere Ruhe braucht." Mitleid lehnt sie dabei strikt ab: "Wenn ich ständig sagen würde: Ach, du armer Kerl – dann würde er verrückt werden." Sie versucht stattdessen, im Alltag so gut wie möglich die Normalität zu bewahren.
Hoffnung auf vollständige Heilung
Die Zuversicht im Hause Lafer ist groß, zumal sich die Belastungen der Therapie bereits bezahlt machen. Silvia Lafer blickt mit viel Vertrauen in die Mediziner der Uniklinik Mainz nach vorne. Die Prognosen zeigen erste handfeste Erfolge. Sie erklärt glücklich: "Es hat sich ja schon gezeigt, dass die Lymphome um die Hälfte zurückgegangen sind." Die Familie schöpft ihre gesamte Kraft aus dem engen Zusammenhalt in schwierigen Zeiten und sie ist sich absolut sicher: "Ich glaube fest, mein Johann besiegt den Krebs."