Aus Nest gefallen
Eichhörnchen-Baby kämpft um sein Leben
Ein wenige Wochen altes Eichhörnchen hat am vergangenen Wochenende in Eugendorf nur knapp überlebt. Das geschwächte Tierbaby wurde gefunden und in die Wildtierauffangstation des Tierschutzhofs Pfotenhilfe gebracht.
Dort wird das kleine Weibchen, das den Namen "Hazel" erhielt, seitdem mit dem Fläschchen aufgezogen und rund um die Uhr versorgt. Ohne die rasche Hilfe hätte das junge Eichhörnchen nach Einschätzung der Tierschützer keine Überlebenschance gehabt.
Hitzewelle wird für viele Jungtiere zur Gefahr
Die anhaltende Sommerhitze setzt nicht nur Menschen zu, sondern bringt auch zahlreiche Wildtiere in Not. Vor allem Tierbabys geraten immer wieder in lebensgefährliche Situationen. Enge und überhitzte Nester führen dazu, dass Jungtiere herausfallen oder geschwächt werden.
Jedes Jahr kümmert sich die Pfotenhilfe um mehrere hundert hilflose oder verletzte Wildtiere. Neben Eichhörnchen werden unter anderem Mäuse, Vögel, Wiesel, Igel, Siebenschläfer, Füchse und Rehkitze aufgenommen und versorgt.
Experten warnen vor eigener Aufzucht
Die Tierschützer appellieren an Finder, hilflose Wildtiere möglichst rasch zu Fachleuten zu bringen. Eigenständige Fütterungsversuche könnten den Tieren schaden und ihre Überlebenschancen deutlich verschlechtern. Sobald "Hazel" selbstständig genug ist, soll das Eichhörnchen wieder in die freie Natur entlassen werden – so wie viele andere Wildtiere, die jedes Jahr erfolgreich ausgewildert werden.