Klima-Alarm

El Niño: Wird 2027 das heißeste Jahr der Geschichte?

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Ein gewaltiges Klimaphänomen baut sich im Pazifik auf. Fachleute warnen: Ein besonders starkes "El Niño" könnte 2026 und 2027 weltweit für extreme Temperaturen und Wetter sorgen.
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"El Niño" entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel von Passatwinden und den Wassermassen im Pazifik. Dabei erwärmt sich das Meer in bestimmten Regionen ungewöhnlich stark – mit Folgen weit über den Pazifik hinaus.

Während an den Küsten von Peru und Ecuador heftige Regenfälle und Überschwemmungen drohen, können Regionen wie Indonesien, Australien oder der Amazonas mit Dürren kämpfen.

Warum wird jetzt gewarnt?

Forschende beobachten unter anderem die Wassertemperaturen im Pazifik, die Stärke der Passatwinde sowie die Entwicklung von Hoch- und Tiefdruckgebieten.

Besonders die hohen Meerestemperaturen bereiten den Fachleuten Sorgen. Laut Umweltphysiker Nicolas Gruber von der ETH Zürich könnte das aktuelle "El Niño" gemeinsam mit der Klimaerwärmung dafür sorgen, dass die Weltmeere 2026 und 2027 außergewöhnlich warm bleiben.

Das könnte auch die globale Jahresmitteltemperatur weiter nach oben treiben. Ein rekordwarmes Jahr 2027 wird von Fachleuten deshalb für wahrscheinlich gehalten.

Extreme Wetterfolgen drohen

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Ein besonders starkes "El Niño" kann weltweit ganz unterschiedliche Folgen haben. In Teilen Südamerikas sind Überschwemmungen möglich, während Indonesien und Australien mit großer Trockenheit rechnen müssen.

Auch weiter entfernte Regionen können betroffen sein. Solche Fernwirkungen werden als sogenannte Telekonnektionen bezeichnet. Sie können etwa den Monsun in Indien abschwächen oder in Teilen Afrikas für mehr Dürren beziehungsweise Überschwemmungen sorgen.

Sollte "El Niño" tatsächlich außergewöhnlich stark werden, könnten bisherige Wetterprognosen laut Gruber möglicherweise an ihre Grenzen kommen.

Was bedeutet das für Österreich?

Direkt dürfte "El Niño" das Wetter in Europa nur wenig beeinflussen. Für Europa ist vor allem die Entwicklung über dem Nordatlantik entscheidend.

Indirekt könnte das Klimaphänomen aber auch hier spürbar werden. Extreme Wetterlagen können weltweit Ernten beeinträchtigen und dadurch wichtige Lebensmittel auf dem Weltmarkt verteuern oder verknappen.

Betroffen sein könnten unter anderem Weizen, Soja, Zucker, Kaffee und Kakao. Ein extremes "El Niño" wäre damit nicht nur ein Wetterproblem – sondern könnte auch Auswirkungen auf Preise und Versorgung haben.