Das vermelden "Spiegel" und die "Süddeutschen Zeitung".
Die CDU habe sich auf auf Ilse Aigner als nächste Bundespräsidentin festgelegt. Die Entscheidung gilt als sicher..
Auch interessant
Ilse Aigner steht vor der Nominierung als erste Bundespräsidentin Deutschlands. Nach langem Zögern von Friedrich Merz gilt die Entscheidung für die CSU-Politikerin in der Union als gefallen.
Auch für politische Beobachter in Österreich blickt man gespannt auf die Personalentscheidungen im Nachbarland: Nach monatelangen Spekulationsrunden zeichnet sich ab, dass die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (61) die erste Bundespräsidentin Deutschlands werden soll. Nach Informationen der deutschen Bild wird Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) den CDU-Fraktionsvorsitzenden der Landtage am Sonntag bei einem Treffen im Kanzleramt offiziell den Namen Aigner nennen. Am Montagfrüh tagt das CDU-Präsidium, und am Montagabend treffen Merz, Aigner und CSU-Chef Markus Söder (59) beim Festakt zum 20. Jahrestag der Eröffnung der Ohel-Jakob-Synagoge in München aufeinander.
Langer Widerstand in der CDU
Dabei sah es einige Monate lang nicht nach einer Einigung aus, da sich Kanzler Friedrich Merz zunächst gegen die Personalie sträubte. CSU-Chef Markus Söder hatte die Debatte bereits Ende April vorangetrieben, als Merz auf Dienstreise in Zypern war und nicht eingeweiht war. Damals sagte Söder: "Die Union wird nach dem Sommer einen Vorschlag machen. Wenn Ilse Aigner möchte, hat sie meine volle Sympathie und Unterstützung". Merz wollte sich vom kleineren Koalitionspartner nicht treiben lassen, da das Vorschlagsrecht eigentlich bei der CDU lag. Auch beim CSU-Parteitag im Oktober in München erkannte Söder diese Entscheidungsgewalt an, als Aigner mit Stehenden Ovationen und "Ilse"-Rufen gefeiert wurde.
Zustimmung auch von der SPD
Während Merz noch auf einer Asien-Reise zögerte, sprachen sich in Deutschland immer mehr prominente Stimmen für die 61-Jährige aus. Da für eine Mehrheit in der Bundesversammlung die Unterstützung der SPD nötig ist, erwies sich auch der Zuspruch von SPD-Fraktionschef Matthias Miersch (57) als entscheidend, der Aigner bereits nach dem Münchner Parteitag öffentlich seinen Segen gegeben hatte.
Beliebtheit über die Parteigrenzen hinweg
Die breite Unterstützung hat konkrete Gründe: Aigner gilt zwar als konservativ, aber als unideologisch und pragmatisch sowie bundesweit parteiübergreifend beliebt. Mit einem Wechsel der Landtagspräsidentin nach Berlin würde für CSU-Chef Söder zudem eine politische Konkurrentin in Bayern wegfallen.