Kritische Lage

Epidemie in Afrika: Kenia meldet zweiten Ebola-Toten

© APA/AFP/TONY KARUMBA
In Kenia ist eine weitere mit Ebola infizierte Frau gestorben. Damit steigt die Zahl der Todesopfer im Land auf zwei. Insgesamt wurden bisher neun Infektionen bestätigt.
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Die Ebola-Epidemie in Zentralafrika sorgt weiter für Besorgnis. Kenia hat am Freitag den Tod einer zweiten infizierten Person bekannt gegeben. Laut Gesundheitsministerium handelte es sich um eine Frau, die engen Kontakt zum ersten Ebola-Todesopfer des Landes hatte.

Frau war in Quarantäne

Die Verstorbene sei ein enges Familienmitglied des ersten Patienten gewesen und habe sich seit dem 13. Oktober in Quarantäne befunden, teilte das Ministerium mit. Der erste Todesfall war Anfang Oktober bekannt geworden: Ein Kenianer, der in der Demokratischen Republik Kongo gelebt hatte, war nach einer Erkrankung in einem Krankenhaus in Nairobi gestorben.

Der Mann war zuvor in mehreren Krankenhäusern im Kongo behandelt worden. Danach überquerte er die Grenze nach Uganda und flog von Kampala weiter nach Nairobi. In Kenia wurden bislang insgesamt neun Ebola-Infektionen bestätigt.

Tausende Fälle im Kongo

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Ausgangspunkt des aktuellen Ausbruchs war die Demokratische Republik Kongo, wo die Epidemie Mitte Mai offiziell festgestellt wurde. Dort wurden inzwischen mehr als 9.000 Fälle gemeldet, mehr als 4.380 Menschen starben. Es handelt sich um den schwersten Ebola-Ausbruch in der Geschichte des Landes.

Auch Uganda war betroffen. Dort infizierten sich mehrere Menschen, zwei starben. Ende August erklärten die Behörden den Ausbruch für beendet. Nigeria meldete zuletzt ebenfalls einen Ebola-Fall. Bei der infizierten Person soll es sich um eine Schweizerin handeln.

Ebola kann schwere Verläufe verursachen

Das Virus wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Menschen übertragen. Zu den möglichen Symptomen zählen Fieber, Muskelschmerzen und Durchfall. In schweren Fällen kann es zu inneren Blutungen und Organversagen kommen.

In den vergangenen 50 Jahren starben auf dem afrikanischen Kontinent mehr als 15.000 Menschen an Ebola.