Norwegen-Trainer
Er war 7 Minuten lang tot, jetzt begeistert er bei der WM
Aktuell führt Stale Solbakken die skandinavische Mannschaft bei der Weltmeisterschaft zum allerersten Mal in ein Viertelfinale und sorgt damit für eine riesige Sensation im internationalen Fußball. Doch die sportliche Erfolgsgeschichte des 58-jährigen Trainers grenzt an ein echtes Wunder, wenn man auf seine Zeit als aktiver Spieler zurückblickt. Damals erlitt der Norweger einen gesundheitlichen Schock, der sein gesamtes Leben komplett auf den Kopf stellte und ihn fast das Leben gekostet hätte.
Drama auf dem Trainingsplatz
Das schreckliche Ereignis passierte, als Solbakken noch als Profi in Kopenhagen aktiv war. Während einer ganz normalen Trainingseinheit am 13. März 2001 brach er plötzlich ohne jede Vorwarnung auf dem Platz zusammen. Der Grund für den plötzlichen Kollaps war ein schwerer Herzinfarkt. Ganze acht Minuten vergingen, bis der alarmierte Krankenwagen endlich vor Ort eintraf und die Rettungskräfte mit der medizinischen Versorgung des Profis beginnen konnten.
Medizinisches Wunder in Kopenhagen
Der damalige Mannschaftsarzt Frank Odgaard erinnerte sich später mit dramatischen Worten an die bangen Minuten auf dem Rasen zurück: "Er war klinisch tot. Es ist ein Wunder, dass er noch lebt." Nach dem Zusammenbruch stand es extrem schlecht um den Sportler. Der Norweger blieb nach dem Vorfall insgesamt 26 Stunden lang komplett bewusstlos und musste auf der Intensivstation an ein Lebenserhaltungsgerät angeschlossen werden, um überhaupt eine Überlebenschance zu haben.
Ein Schrittmacher bringt Rettung
Im Zuge der folgenden intensiven Untersuchungen im Krankenhaus stellte sich schließlich heraus, dass Solbakken bereits mit einem Herzfehler geboren wurde. Als Konsequenz aus dieser Diagnose wurde ihm operativ ein Herzschrittmacher implantiert. Das gesundheitliche Drama hatte auch direkte sportliche Folgen: Nach dem schweren Herzinfarkt musste er seine aktive Karriere als Fußballer sofort beenden. Er blieb dem Sport jedoch treu und startete seine neue Laufbahn als Trainer.