Marc Márquez hatte es kommen sehen. Ausgerechnet seinem Crash-Rivalen Marco Bezzecchi prophezeite der Ducati-Star den Sieg beim Katar-GP. Und der Italiener ließ sich nicht zweimal bitten. Während Bezzecchi vorne davonzog, blieb Márquez nur Platz zwei. Besonders bitter: Der Spanier hätte in Katar bereits den nächsten WM-Titel fixieren können.
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Crash-Zoff nach Runde vier
Schon am Samstag hatte es zwischen den beiden gekracht. Im Sprint attackierte Bezzecchi Márquez in der vierten Runde auf der Innenseite von Kurve eins. Der Spanier zog nach einer weiten Linie wieder nach innen – die Motorräder berührten sich.
Márquez konnte einen Sturz verhindern, Bezzecchi landete im Kiesbett. Die Rennkommissare untersuchten den Vorfall, verzichteten aber auf eine Strafe. Ihre Entscheidung: Rennunfall.
Bezzecchi war sauer. Er habe seine Linie gehalten und sich plötzlich auf dem Boden wiedergefunden, erklärte der Italiener.
MotoGP-Star stellt Márquez zur Rede
Doch der Ärger ging im Fahrerlager weiter. Ein von der MotoGP veröffentlichtes Video zeigt, wie Fabio Di Giannantonio den WM-Führenden zur Rede stellt.
"Du musst schauen, bevor du die Linie so zumachst", warf der Italiener Márquez vor.
Der Spanier konterte: "Ich habe nichts Ungewöhnliches gemacht."
Er sei dieselbe Linie wie in den Runden zuvor gefahren und habe nicht damit gerechnet, Bezzecchi neben sich zu haben. Bei der Berührung habe sogar der Airbag seiner Lederkombi ausgelöst.
Márquez sagt Sieg seines Rivalen voraus
Nach dem Sprint-Sieg überraschte Márquez mit einer Ansage. Nicht sich selbst, sondern Bezzecchi erklärte er zum Favoriten für das Hauptrennen.
"Wenn nichts Ungewöhnliches passiert, wird Marco das Rennen gewinnen. Er ist schneller als alle anderen."
Und tatsächlich: Bezzecchi übernahm am Sonntag auf dem Lusail International Circuit sofort die Führung und gab sie nicht mehr ab.
Márquez musste sich mit Platz zwei begnügen. Sein Vorsprung in der Weltmeisterschaft wuchs zwar weiter, doch die vorzeitige Titelentscheidung war damit vertagt.