Naschmarkt-Killer

Russe nach Mord an Transgender-Aktivistin verhaftet

© TZ Österreich/Niesner
Der 24-Jährige wurde nach einer internationalen Fahndung in Nizza gefasst.
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Nach dem gewaltsamen Tod einer 70-jährigen Transgender-Lady in ihrer Dachgeschosswohnung am Naschmarkt ist den Ermittlern ein wichtiger Fahndungserfolg gelungen. Der tatverdächtige 24-Jährige konnte nach einer internationalen Fahndung in Frankreich festgenommen werden. Es handelt sich um den ehemaligen Mitbewohner des Opfers. Ein Boxer und ihr letzter junger Freund. Sie hatten zusammen in Wien gelebt. Die weiteren Ermittlungen zu den Hintergründen des Verbrechens laufen weiterhin auf Hochtouren.

Frau mit zahlreichen Stichverletzungen getötet

Freunde der schillernden Seniorin - eine bekannte Transgender-Aktivistin, Buchautorin und LGBTQ-Influencerin mit 12.000 Followern auf TikTok - entdeckten die 70-Jährige am 25. Juni gegen 21.30 Uhr, in ihrer Wohnung, nachdem sie sie nicht mehr erreichen konnten.

Das Mordopfer wurde mit Messerstichen übersäht in ihrer Wohnung am Naschmarkt entdeckt. © Viyana Manset Haber

Da ihr Körper zahlreiche Stich- und Schnittverletzungen aufwies, gingen die Ermittler rasch von einem Tötungsdelikt aus. Das Landeskriminalamt Wien konzentrierte sich bei den Ermittlungen auf das persönliche Umfeld des Opfers und erhärtete dabei den Verdacht gegen einen 24-jährigen Mann.

Festnahme nach internationaler Fahndung

Da sich der Verdächtige ins Ausland abgesetzt hatte, wurde ein Europäischer Haftbefehl erlassen. Ermittlungen ergaben, dass der Mann Österreich kurz nach der Tat in Richtung Frankreich verlassen hatte. In Zusammenarbeit mit den französischen Zielfahndern wurde der Russe schließlich im Raum Nizza ausgeforscht und festgenommen.

Das Landeskriminalamt Wien, Ermittlungsbereich Leib/Leben, Gruppe Baumgartner, ermittelt weiter in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Wien. Der rasche Ermittlungserfolg sei das Ergebnis guter Zusammenarbeit, hieß es von Dieter Csefan, Landespolizeivizepräsident in Wien. "Er zeigt, wie wichtig ein enger und abgestimmter nationaler sowie internationaler Austausch im Kampf gegen Kriminalität ist."

Auch die gute internationale Abstimmung wurde betont. Direktor des Bundeskriminalamtes, General Andreas Holzer: "Die Zielfahnderinnen und Zielfahnder des Bundeskriminalamtes arbeiten täglich daran, flüchtige Tatverdächtige auch über Staatsgrenzen hinweg auszuforschen. Der aktuelle Fall unterstreicht die hohe Professionalität und das Vertrauen, das innerhalb des europäischen Zielfahndungsnetzwerks seit Jahren gewachsen ist."