Micro-Transaction
EU prüft Videospielhersteller wegen Spiele-Währungen
Das von der EU koordinierte Netzwerk für die Zusammenarbeit im Verbraucherschutz (CPC) habe im vergangenen Jahr Gespräche mit den Unternehmen wegen des Verdachts aufgenommen, dass deren virtuelle Währungen möglicherweise die Rechte der Nutzer verletzen könnten, erklärte die EU-Kommission am Mittwoch.
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Zu den betreffenden Spielen zählen demnach unter anderem Candy Crush Saga, Minecraft sowie Forge of Empires. Die Gespräche mit den Unternehmen hätten "keine zufriedenstellenden Ergebnisse gebracht", teilte die Kommission mit.
Im CPC sind die Verbraucherschutzbehörden der 27 Mitgliedstaaten vertreten. Unter den Unternehmen sind auch die beiden deutschen Firmen Crytek und Innogames. Der EU zufolge betreffen die Untersuchungen zudem King.com, Mojang AB, Parium Europe, PLR Worldwide Sales, Riot Games, Supercell Oy und Ubisoft.
Reale Preise sollen im Spiel angezeigt werden
Die Behörden werden nun prüfen, ob in den von diesen Unternehmen vertriebenen Spielen EU-Verbraucherschutzrecht verletzt wird. Die Kommission hatte dazu im vergangenen Jahr einen entsprechenden Leitfaden erstellt, der Transparenz und Fairness bei der Nutzung virtueller Währungen sicherstellen soll. Dazu gehört etwa die Anzeige des realen Preises von Gegenständen und Währungen im Spiel sowie klare Informationen zu den Käufen. Unternehmen dürfen die Spieler zudem nicht zu ungewollten Käufen drängen.
Der EU zufolge sollen die Kunden zudem darüber informiert werden, dass sie innerhalb von 14 Tagen von Verträgen zurücktreten können, auch bei ungenutzter virtueller Währung.
"Die Branche muss sicherstellen, dass ihre Spiele die Spieler - insbesondere Kinder - nicht schädlichen oder unfairen Praktiken aussetzen", erklärte EU-Verbraucherschutzkommissar Michael McGrath. Die Behörden der Mitgliedstaaten würden mit Unterstützung der Kommission dafür sorgen, dass die Regeln "durchgesetzt werden".