Training verweigert

Ex-Coach schießt gegen Ronaldo: "Team im Stich gelassen"

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2022 endete Cristiano Ronaldos zweite Zeit bei Manchester United im Streit. Der damalige Coach Erik ten Hag lieferte nun tiefere Einblicke.
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Bei seiner Rückkehr zu dem Klub, der ihn einst zum Superstar machte, lieferte Cristiano Ronaldo 2021 ein gutes Jahr ab. Nach dem Deal für 17 Millionen Euro an Juventus bedankte sich der Portugiese mit 18 Toren in der Premier League und sechs in der Champions League.

In die Königsklasse oder gar zu einem Titel konnte er United aber nicht führen. Ole Gunnar Solskjaer wurde im November entlassen, es folgte für drei Partien Michael Carrick (mittlerweile Chefcoach) und am Ende noch Ralf Rangnick, bevor er zum ÖFB-Team weiterzog.

Wie Ronaldos Vertrag aufgelöst wurde

Für die neue Saison brauchte es einen neuen Cheftrainer und Erik ten Hag von Ajax Amsterdam wurde bestellt. Von da an ging alles bergab. Nur 16 Einsätze mit drei Treffern, ehe der damals 37-Jährige ähnliche Probleme bereitete wie kürzlich in Portugals Nationalmannschaft: Er verweigerte eine Einwechslung.

Einen Monat später gab er ein explosives Interview bei Piers Morgan, in dem er gegen ten Hag schoss, und wiederum einen Monat später war sein Vertrag aufgelöst.

Ten Hag: "Haben mit Ronaldo geplant"

Nun, vier Jahre später, schießt der Niederländer zurück. Im Interview mit "The Athletic" teilte er gegen seinen Ex-Spieler aus: "Er hat die Mannschaft und er hat mich im Stich gelassen. Wir hatten mit ihm geplant."

Erik ten Hag ist nun Sportdirektor bei Twente Enschede © EPA

Laut ten Hag flog er extra nach Portugal, um mit Ronaldo zu besprechen, was seine Pläne waren. "Natürlich ist er einer der Besten in der Geschichte des Fußballs. Ich habe ihn sehr respektiert. Aber damals musste ich als Trainer eine rationale Entscheidung treffen und die Spieler behalten, die ich bewundere."

"Lief weder im Ballbesitz noch ohne"

Das größte Problem war aber vor allem die fehlende Einstellung des Stürmers. Ronaldo brach Trainingseinheiten ab, steigerte seine Herzfrequenz nicht auf das geforderte Niveau und lief nach einer 0:4-Pleite gegen Brentford nur zwei der drei angeordneten Strafrunden.

Er wollte Ronaldo in die richtigen Positionen bringen, doch er "war nicht in der Lage dazu". Laut dem Niederländer war nicht das geforderte Pressing, das ihn müde gemacht haben soll, das Problem. "Er lief weder im Ballbesitz noch ohne. Der Grund war, weil er sich selbst nicht vorbereitete."

Ronaldo stiftete seine Mitspieler an

Zudem stiftete er wohl auch schlechte Stimmung. "Er hat anderen Spielern gesagt: "Spart euch die Kraft im Training". Das ist okay, wenn man die richtige Fitness hat, aber diese muss man erst einmal erreichen."

Ronaldo und sein Team wurden von "The Athletic" um eine Stellungnahme gebeten, bekamen aber keine Antwort.