Deal sei "ekelhaft"

Ex-Premier fordert Kriegsschiffe gegen Trumps Putin-Deal

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Der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson (62) hat die Vereinbarung von US-Präsident Donald Trump (80) zum Kauf von russischem Diesel scharf kritisiert und als absolut inakzeptabel bezeichnet.
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England, USA. US-Präsident Donald Trump hat Vereinbarungen über den Kauf von knapp zwei Millionen Tonnen russischem Diesel in den kommenden Monaten getroffen. Geplant ist, dass Moskau umgehend 300.000 Tonnen Treibstoff ausführt, gefolgt von 500.000 Tonnen im November und einer weiteren Million Tonnen im Anschluss. Trump fordert in diesem Zusammenhang von der Ukraine, Angriffe auf die russische Öl-Infrastruktur einzustellen. Er kündigte zudem auf der Plattform Truth Social einen sofortigen Energie-Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine an.

Heftige Kritik an Trumps Diesel-Deal

Der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson bezeichnete das Abkommen zur Aufhebung von Sanktionen auf Treibstoff als unmöglich und sprach von Doppelmoral. Johnson wettert in einem Gespräch mit der "Daily Mail" gegen den "ekelhaften" Trump-Deal mit dem Kreml-Herrscher Wladimir Putin (74).

Johnson fordert Royal Navy auf, russischen Diesel abzufangen

Der Ex-Premier forderte, dass die Royal Navy russische Treibstoffschiffe im Ärmelkanal abfangen sollte, falls diese diesen Weg nutzen.

Laut Johnson gehorcht das Vorgehen des US-Präsidenten dem Versuch, die US-Zapfsäulenpreise zu senken, während amerikanische Autofahrer dadurch das Vorgehen von Putin finanzieren würden.

Ein Nachgeben gegenüber Putin verändere die Treibstoffpreise nicht und sei der falsche Weg.

Auch auf der Plattform X bekräftigte Johnson seine Haltung und kritisierte die Schuldzuweisung an die Ukraine für den Preisanstieg.

Johnson: "Widerwärtig, durchschaubar lächerlich"

"Es ist widerwärtig, dass die USA nun die Sanktionen gegen russischen Treibstoff aufheben, und durchschaubar lächerlich, die Ukraine für den Preisanstieg zu verantworten, der offensichtlich mit der Schließung der Straße von Hormuz begann", so Johnson.

"Wenn wir russisches Öl und Gas zurück auf den Weltmarkt wollen, dann lasst uns diesen Krieg beenden – mit einem freien, souveränen und unabhängigen Ukraine", fordert Boris Johnson via X.

Reaktionen aus Kiew

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete den Deal als "Geschenk an Putin", das Russland in die Hände spiele. Trump reagierte darauf mit der Aussage, es sei Zeit für die Ukraine, einen neuen Präsidenten zu bekommen, der ein Abkommen schließen könne. Den Anstieg der Treibstoffpreise führte Trump auf Kiew zurück.

Selenskyj erklärte zunächst, der Waffenstillstand sei neu für ihn gewesen, äußerte jedoch später Unterstützung auf X und zeigte sich in einem "ABC"-Interview bereit, Wahlen zu organisieren, falls sich Russland an einen 60-tägigen Waffenstillstand halte.

Der ukrainische Präsident und der Kreml-Herrscher Putin. Vor viereinhalb Jahren begann der russische Angriffskrieg auf die gesamte Ukraine.

Diesel-Preis erreicht in USA Rekordwerte

Trump hatte nach einem Gespräch mit Putin verkündet, Russland werde umgehend mehr als 300.000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt zur Verfügung stellen. Weitere Lieferungen sollten folgen. Der US-Präsident steht innenpolitisch unter Druck, weil der Preis für Diesel in den USA infolge des Iran-Kriegs neue Höchststände erreichte - und das kurz vor den wichtigen Zwischenwahlen Anfang November, den Midterms. Experten zufolge können Russlands Lieferungen den Anstieg aber kaum dämpfen.

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Ukraine: Trump verkündet Energie-Waffenruhe


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Kritik an Trumps Diesel-Abkommen auch von Republikanern

Demokratische und republikanische US-Senatoren kritisieren den von Präsident Donald Trump geplanten Import russischen Diesels als rechtswidrig. Der Kongress habe 2022 die Einfuhr russischer Energieträger untersagt, damit die USA nicht Russlands Krieg gegen die Ukraine finanzieren, heißt es in einem Schreiben von sieben Senatorinnen und Senatoren beider Parteien. "Präsident Trumps Entscheidung, russische Importe zu erlauben, steht im direkten Widerspruch zu diesem Gesetz."