Eigentlich sollte der unpopuläre Iran-Krieg pünktlich zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft vorbei sein, um einen schnellen Sieg zu inszenieren – doch ein Ende der Hängepartie ist absolut nicht in Sicht. Nun wächst der Widerstand in den eigenen Reihen der Republikaner dramatisch.
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Hintergrund für die offene Meuterei in Trumps Partei sind die im November anstehenden Zwischenwahlen. Viele republikanische Abgeordnete fürchten nun ganz konkret um ihre Wiederwahl, da der Krieg in der amerikanischen Bevölkerung auf massive Ablehnung stößt. Laut dem renommierten Harvard-Politologen Prof. Matthew Baum haben die Kritiker durch das Ende der Vorwahl-Saison schlichtweg weniger Angst vor der Rache des Präsidenten.
Experte mit Schock-Prognose
Harvard-Proffessor Matthew Baum stellt gegenüber Medien klar: "Der Krieg gegen den Iran ist äußerst unpopulär, was ihn zu einem Hauptgrund für wachsenden Widerstand macht." Die Angst vor dem einstigen Partei-Gott ist wie weggeblasen.
Gleichzeitig schwindet Trumps eiserne Kontrolle über die Partei mit jedem Tag, an dem die Kämpfe andauern. Die Abgeordneten im Kongress signalisieren dem Weißen Haus deutlich, dass sie nicht bereit sind, für Trumps verfahrene Außenpolitik ihre eigenen Sessel zu opfern.
Wirtschaftlicher Sumpf zieht USA runter
Neben den rein militärischen Hiobsbotschaften brennt es in den USA vor allem an der Wirtschaftsfront. Die US-Inflation ist mittlerweile auf über 4 Prozent geklettert. Besonders schmerzhaft für die Bürger: Energie kostet um 23,5 Prozent mehr als noch vor einem Jahr, die Preise für Benzin sind sogar um unglaubliche 40 Prozent in die Höhe geschossen.
Trump selbst versucht die Lage wie gewohnt herunterzuspielen. Auf die Frage eines Journalisten zu den dramatisch gestiegenen Inflationsdaten antwortete der US-Präsident am Mittwoch nur trocken: "Die Zahlen waren großartig." Ein Slogan, der bei den kriegsmüden US-Wählern schon lange nicht mehr verfängt.
UMFRAGE: "Verliert Donald Trump jetzt die Kontrolle über seine eigene Partei?" – Ja, der Druck ist zu hoch. | Nein, er setzt sich am Ende durch. | Schwer zu sagen, die Wahlen im November werden es zeigen. <<<
Politik-Experten sind sich einig: Wenn Trump in den kommenden Wochen keinen echten diplomatischen Deal mit dem Iran vorlegen kann, droht ihm im Kongress ein dauerhaftes politisches Patt. Die Zeiten, in denen die Republikaner jeden Schritt des 79-Jährigen blind abgenickt haben, scheinen endgültig vorbei zu sein.