Extrem-Szenario

Experte warnt vor "Eis-Winter wie in Kanada"

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Der Meteorologe skizziert ein Extrem-Szenario für Europa.
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Der Golfstrom und die mit ihm verbundene Atlantikströmung beeinflussen das Klima in Europa. Sollte dieses gewaltige Strömungssystem deutlich schwächer werden, könnte das auch Österreichs Winter verändern. Wetterexperte Dominik Jung beschreibt in der Frankfurter Rundschau ein mögliches Szenario mit längeren Frostperioden und anhaltendem Schnee. Ein plötzlicher Kollaps steht allerdings nicht unmittelbar bevor.

Dass die Winter in Europa vergleichsweise mild ausfallen, hängt unter anderem mit dem Transport warmer Wassermassen aus tropischen Regionen zusammen. Der Nordatlantikstrom gibt Wärme an die Atmosphäre ab, die durch Westwinde nach Europa gelangt. Schwächt sich diese Umwälzströmung stark ab, könnte sich die Verteilung der Wärme in Europa verändern.

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Was würde das für Österreich bedeuten?

Auch Österreich könnte die Folgen zu spüren bekommen. Längere Kälteperioden und häufigere Phasen mit strengem Frost wären mögliche Entwicklungen. In den Alpen könnte Schnee bei entsprechenden Wetterlagen länger liegen bleiben. Besonders für den Wintertourismus, den Verkehr und die Energieversorgung wären anhaltende Kälteperioden von Bedeutung. Wie stark sich die Veränderungen konkret auf Österreich auswirken würden, lässt sich allerdings nicht verlässlich vorhersagen.

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Dominik Jung verweist zudem auf einen möglichen Gegensatz: Trotz kälterer Winter könnten die Sommer durch den Klimawandel weiterhin heiß und trocken ausfallen. Damit wären stärkere jahreszeitliche Extreme denkbar.

Kein Grund zur unmittelbaren Alarmstimmung

Für den kommenden Winter gibt es laut Jung keinen Anlass, einen abrupten Zusammenbruch der Atlantikströmung zu befürchten. Eine solche Entwicklung würde sich über längere Zeit anbahnen. Zwar gibt es Hinweise auf eine Abschwächung der großräumigen Umwälzströmung, wann ein möglicher Kipppunkt erreicht werden könnte, ist in der Wissenschaft jedoch umstritten.

Ein kanadischer Eiswinter in Österreich ist daher keine konkrete Prognose. Die Entwicklung des Atlantiks könnte langfristig aber auch für das Klima im Alpenraum wichtig werden.