Zug-Probleme
Extreme Hitze verformt jetzt sogar Schienen
Die außergewöhnlich hohen Temperaturen verursachen derzeit sogenannte Gleisverwerfungen, bei denen sich die Schienen verformen. Wie ÖBB-Pressesprecher Christoph Gasser-Mair am Samstag gegenüber dem "ORF Vorarlberg" mitteilte, ist im gesamten Streckenverlauf zwischen Bludenz und Bregenz beziehungsweise Lindau von diesen Problemen auszugehen. Zwar sei das gesamte Bundesgebiet von den Auswirkungen betroffen, in Vorarlberg kommt es jedoch im gesamten Streckennetz zu Verzögerungen.
Sicherheitsvorkehrungen auf Schienen
"Die Züge müssen auf mehreren Abschnitten, besonders auch in den Bahnhofsbereichen, langsamer fahren, als sie normalerweise laut Fahrplan fahren dürften", erklärte Gasser-Mair. Durch diese Sicherheitsmaßnahme entstünden auf der Gesamtstrecke Verzögerungen von fünf bis zehn Minuten. "Das kann natürlich leider auch bedeuten, dass man im Anschluss Züge nicht mehr erwischt", ergänzte der Sprecher. Grund für das Phänomen sei die Hitze: "Die Gleise dehnen sich aus, das Material dehnt sich aus." Daher seien neben dem gedrosselten Tempo auch verstärkte Kontrollen durch die ÖBB notwendig, um die Sicherheit jederzeit zu gewährleisten. In extremen Fällen könne es zudem vorkommen, dass bestimmte Streckenabschnitte gar nicht mehr befahren werden können.
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Empfehlungen für Reisende
Die ÖBB baten bereits am Freitag darum, nicht unbedingt notwendige Bahnfahrten nach Möglichkeit zu vermeiden oder zu verschieben. Wer dennoch reisen muss, sollte vor Fahrtantritt unbedingt die Verbindung prüfen, mehr Reisezeit einplanen sowie ausreichend Trinkwasser und Sonnenschutz mitführen.