Iran-Krieg

F1-Boss präsentiert Notfall-Plan für 2027

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Formel-1-Präsident Stefano Domenicali hat den Notfall-Plan präsentiert, wenn der Krieg im Nahen Osten auch im nächsten Jahr weitergehen würde.
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In den vergangenen Jahren wäre schon der Formel-1-Kalender für die kommende Saison präsentiert worden. Doch für 2027 machten die Verantwortlichen eine Ausnahme und verschoben die Präsentation in den Herbst. Der Grund: die aktuell unsichere Lage im Nahen Osten.

Formel-1-Präsident Stefano Domenicali hat erklärt, dass ein "normaler Plan" für die kommende Saison noch angekündigt wird. Aber: Ein Notfall-Plan wird ebenfalls erstellt. Dieser soll in Kraft treten, wenn irgendein Rennen abgesagt wird.

Weitere Absagen drohen

Dieses Jahr wurden der Große Preis von Bahrain und Saudi-Arabien wegen der Lage im Nahen Osten abgesagt. Für den Großen Preis von Bahrain wurde schon eine Lösung gefunden. Dieser wird in Malaysia über die Bühne gehen und seinen Namen behalten. Die Rennen in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten stehen auf der Kippe. Wenn die beiden Rennen abgesagt werden, dann könnten Ersatzrennen in Europa stattfinden.

Domenicali sagte: "Sollte die Situation im Nahen Osten nicht gelöst werden, haben wir Optionen und alternative Pläne [für 2027]. Der Auslöser dafür liegt natürlich erst Ende des Jahres, wir haben also noch viel Zeit zur Anpassung." Er setzte fort: "Sollte sich die Situation in dieser Region bis zum nächsten Jahr nicht lösen, ist die Formel 1 ein Grenzfall, über den wir uns nur geringfügig Sorgen machen sollten, denn die Lage wird sehr schlecht sein."

24 Rennen im Kalender bleibt

Domenicali betonte für das kommende Jahr: "Um Ihnen zu versichern, dass wir verschiedene Pläne mit unterschiedlichen Optionen in der Schublade haben, die dem Umstand Rechnung tragen, dass wir in jedem Fall auch im nächsten Jahr das Ziel von 24 Rennen beibehalten werden."

Derzeit finden Verhandlungen mit mehreren Nationen statt, die den Kalender erweitern könnten. Schon bestätigt sind Türkei und Portugal. Sie ersetzen die Rennen in den Niederlanden und Barcelona. Da für 2027 weiterhin 24 Rennen geplant sind, können Erweiterungen erst 2028 über die Bühne gehen.

Mögliche neue Strecken

Dabei könnten Ruanda, Südafrika, Thailand und Argentinien ein Formel-1-Rennen erhalten. Sie alle führen Gespräche mit den Verantwortlichen. Domenicali sagte: "Die Verhandlungen in Afrika verlaufen sehr gut. Wir führen weitere Gespräche in Südamerika und im Fernen Osten. Eines kann ich Ihnen sagen: Wir haben mehr Anfragen aus China und Japan, aber im Moment wollen wir uns in China auf eine einzige Rennserie konzentrieren, da wir den Markt erst konsolidieren müssen, bevor wir über andere Optionen nachdenken."

Weiter verriet der F1-Präsident, dass Deutschland vielleicht in den Rennkalender zurückkehren könnte. Der Favorit wäre dafür der Hockenheimring. Auf dieser Strecke ist man seit 2019 wegen finanziellen Gründen nicht mehr gefahren. Nun hat der Hockenheimring einen neuen Besitzer. Domenicali: "Es war Hockenheim, das mit uns Kontakt aufgenommen hat, und sie führten das erste Gespräch. Sie entwickeln den Motorsportpark dort mit einem anderen Ziel. Sollten sie über ein mögliches Formel-1–Rennen sprechen wollen, müssen die Investitionen natürlich anders aussehen – denn unsere Plattform benötigt eine andere Art von Investition. Aber das haben wir bereits besprochen."