13.000 Gesperrt
Fan-Chaos bei Österreichs WM-Gegner Argentinien
Der amtierende Weltmeister Argentinien wird mit ihrem Superstar Lionel Messi am Mittwochmorgen in der Österreich-Gruppe gegen Algerien ihre Mission Titelverteidigung in Kansas City starten. Mit dabei sind natürlich auch zigtausende Fans mit himmelblau-weiß-gestreiften Trikots bei ihrem WM-Auftakt. Aber die argentinische Regierung möchte vermeiden, dass tausende Fans in die USA reisen.
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Laut der spanischen Zeitung "AS" hat Argentinien den USA eine Liste von etwa 13.000 Eltern gegeben. Der Grund: Sie haben die Kindesunterhaltszahlungen nicht geleistet.
Eltern kaufen lieber Sport-Tickets
Die Regierung ist der Meinung, dass jene Eltern, die nicht die Unterhaltszahlungen für ihre eigenen Kinder leisten können, auch nicht die WM 2026 besuchen dürfen. Der Bürgermeister von Buenos Aires, Jorge Macri, erklärte: "Wenn sie nicht für ihre Kinder sorgen, dürfen sie nicht ins Stadion."
Mit der Initiative "Sichere Stände" will die argentinische Regierung gegen jene Eltern vorgehen, die Geld für Sportereignisse ausgeben und dabei die Grundbedürfnisse ihrer eigenen Kinder vernachlässigen. Die Liste, die den US-Beamten übergeben wurde, beinhaltet diejenigen, die Unterhalt schulden und von den argentinischen Gerichten zuvor als säumig befunden wurden.
In den vergangenen Monaten ist der Fokus auf dieses Thema gestiegen. Die argentinische Regierung möchte mit der Liste an den Verantwortlichen in der USA, dass sie jene Eltern aufspüren, die trotz hoher Schulden zur WM reisen.
Liste mit gewalttätige Personen
2023 wurde die Initiative erweitert, welche der Großteil der argentinischen Gesellschaft begrüßt. In dieser Zeit wurden bei 1.328 Fußballspielen über vier Millionen Fans kontrolliert. Dabei wurden 1.166 Personen mit Haftbefehlen aufgespürt.
Neben der Benachrichtigung von US-Beamten über Personen mit ausstehenden Schulden enthält die erweiterte Liste auch diejenigen, die eine Vorgeschichte von Gewaltdelikten haben. "Die Liste umfasst mehr als 15.000 Personen, die von den Stadien ausgeschlossen werden", sagte die Ministerin für nationale Sicherheit Patricia Bullrich. "Für uns ist das extrem wichtig, weil keine gewalttätige Person, die ein Verbrechen in argentinischen Stadien begangen hat, an diesem Sportereignis teilnehmen kann."