Harte Worte
Fan-Wirbel: Monika Gruber schimpft über Falco-Grab
Das hat gesessen: Die bayerische Kabarettistin Monika Gruber (54) besuchte den Wiener Zentralfriedhof und ließ dort kein gutes Haar an der letzten Ruhestätte von Pop-Idol Falco. Nach einer Promi-Führung fand die Entertainerin gewohnt scharfe Worte für das Design des Ehrengrabs – und teilte auch gleich gegen die Fan-Kultur aus.
Enttäuschung am Zentralfriedhof
Monika Gruber ist nicht dafür bekannt, ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Das stellte die 54-Jährige nun einmal mehr nach einem Ausflug nach Österreich unter Beweis. Bei einem herbstlichen Rundgang über den geschichtsträchtigen Wiener Zentralfriedhof standen die Ruhestätten der ganz Großen auf dem Programm.
In ihrem Podcast Die letzten Monikaner erinnerte sich die Gruberin an die Tour: "Die wollten natürlich alle das Falco-Grab sehen, und selbstverständlich auch Beethoven und Johann Strauss." Doch ausgerechnet der Besuch bei Österreichs größtem Popstar der Moderne hinterließ bei der Kabarettistin ein mittelschweres Ästhetik-Trauma. "Furchtbar!", lästerte sie ungeniert. "Ich bin total enttäuscht."
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Gruber
Die Gestaltung des Grabmals wird dem modischen und musikalischen Erbe des 1998 verstorbenen Musikers (†40) laut Gruber in keiner Weise gerecht. Mit gewohntem Zynismus legte sie nach:
"Mich wundert, dass der noch nicht von den Toten auferstanden ist. Weil der hat ja Stil gehabt. Der Mann war ja immer super angezogen und war eine coole Socke."
Tatsächlich besteht das Ehrengrab aus drei zentralen Elementen, die laut Kunstexperten verschiedene Facetten des Künstlers spiegeln sollen: Eine Glasscheibe symbolisiert sein Werk, ein Obelisk den Musiker und eine Säule den Menschen Johann Hölzel. Für die Gruberin ist das Gesamtbild jedoch ein einziges Missverständnis: "Das Grab ist schrecklich, wirklich. Ich hab gedacht, das kann ja nicht sein. Da steht so ein Obelisk, der steht da wahrscheinlich, weil er die Spitze der Charts erklommen hat. Und da steht so ein Viertel einer Glaswand. Das soll eine CD oder Schallplatte symbolisieren. Schrecklich!"
Generalabrechnung mit den Fan-Mitbringseln
Nicht nur die Architektur des Denkmals, auch die treuen Anhänger des "Egoist"-Sängers bekamen ihr Fett weg. Dass Fans regelmäßig Präsente und Blumen am Grab hinterlassen, mag zwar gut gemeint sein, ruiniert laut der bayerischen Künstlerin aber den letzten Rest Optik:
"Dann kommen die ganzen narrischen Fans und stellen diese Usambara-Falken aus dem Supermarkt für 1,99 Euro hin, wo dann so ein Plastikengel dran ist mit 'Wir lieben dich'. Das ist ja nett gemeint, aber das schaut natürlich aus, als ob der Lidl explodiert wäre."
Unvergessener Weltstar
Falco, der mit bürgerlichem Namen Johann "Hans" Hölzel hieß, gilt bis heute als einer der erfolgreichsten Musiker der österreichischen Geschichte. Mit Welthits wie "Der Kommissar" oder "Rock Me Amadeus" stürmte er sogar die US-Charts. Sein Leben fand am 6. Februar 1998 bei einem schweren Autounfall in der Dominikanischen Republik ein abruptes und tragisches Ende. Am 14. Februar 1998 wurde er unter enormer Anteilnahme der Öffentlichkeit in Wien bestattet – und sorgt nun, fast drei Jahrzehnte später, für skurrile Diskussionen.