Es geht um Geld

Festspiel-Präsident rügt Babler

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Der Präsident der Bregenzer Festspiele hat Kulturminister Andi Babler bei der Eröffung am Mittwoch gerügt. Der sah überrascht aus. Noch nie haben die Festspiele so wenig Förderung erhalten.
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"Kultur braucht Disziplin und Vertrauen", sagte der Präsident der Bregenzer Festspiele Hans-Peter Metzler bei der Eröffnungsfeier am Mittwoch.

"Die Bregenzer Festspiele haben ihre kulturelle, wirtschaftliche und internationale Wirkung eindrucksvoll bewiesen", sagte Metzler. "Dennoch wurde die Basisförderung seit 15 Jahren nicht angepasst. Die finanzielle Unterstützung der Festspiele ist heute so gering wie nie zuvor."

Im Publikum saß unter anderem Kulturminister Andreas Babler (SPÖ), der in der Rede kritisiert wurde - wenn auch nicht namentlich genannt. Die ORF-Kameras fuhren nah an Bablers Gesicht. Er wirkte ob der Kritik überrascht.

Babler-Ministerium kürzte Kultur-Förderung

Tatsächlich wurden die Subventionen für die Bregenzer Festspiele für die Jahre 2025 und 2026 um 30 Prozent gekürzt. Das bedeutet für die Festspiele ein Minus von 2,1 Millionen Euro pro Jahr,

Bregenzer Festspielen 2026: - La traviata © ORF

Die Subventionsgeber Bund (trägt 40 Prozent der Subventionssumme), Land (35 Prozent) und Stadt Bregenz (25 Prozent) kürzten ihren bisherigen Beitrag von gesamt 6,9 Millionen Euro um jeweils ein knappes Drittel.

Wollte Babler sogar um die Hälfte kürzen?

"Ich bin froh, dass wir mit den Bregenzer Festspielen gemeinsam einen großen Beitrag vereinbaren konnten, den sie zur Budgetsanierung leisten", ließ Kulturminister und Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) nach der Kürzung der Förderung in einer Aussendung der Festspiele verlauten. Die Diskussion in der Kuratoriumssitzung sei intensiv gewesen, die Einigung aber schließlich einstimmig, sagte der Bregenzer Bürgermeister Michael Ritsch (SPÖ). Zuvor waren, wie berichtet, Kürzungen von 50 Prozent im Raum gestanden.

Babler: "Man möchte verzweifeln"

Später trat auch Babler ans Rednerpult und sagte: "Der technologische Fortschritt sollte uns Arbeit abnehmen und mehr Zeit für Kultur geben. Und jetzt macht eine KI Musik und gefährdet die ökonomische Grundlage unserer Künstler. Wenn man das alles so hört, möchte man oftmals verzweifeln."

"Und in meiner Not habe ich versucht, im Programm der Festspiele Abhilfe zu finden. Die Kunst kann helfen", sagt Babler.