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FIFA-Knall: Infantinos Chefberater schmeißt hin

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Die Kritik an den umstrittenen WM-Plänen von FIFA-Präsident Gianni Infantino wird immer größer.
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Nun ist mit Carlos Cordeiro auch einer seiner engsten Berater zurückgetreten. Gegenüber Sky News erklärte der ehemalige Banker, er könne nicht mittragen, dass die FIFA den Verkauf einer Beteiligung an der Weltmeisterschaft überhaupt in Betracht ziehe.

Cordeiro betonte, er sei an dem Vorschlag nicht beteiligt gewesen und lehne ihn entschieden ab. Aus seiner Sicht wäre der Deal ein Fehler für die Mitgliedsverbände, den Fußball und dessen langfristige Zukunft.

Der frühere Banker verwies darauf, dass die FIFA finanziell hervorragend aufgestellt sei. Der Weltverband verfüge über Milliardenreserven, sei schuldenfrei und habe zwischen 2022 und 2026 Einnahmen von rund 15 Milliarden US-Dollar erzielt. Falls zusätzliche Investitionen in die Entwicklung des Fußballs notwendig seien, könne die FIFA diese aus eigenen Mitteln finanzieren. Deshalb sei es aus seiner Sicht nicht nachvollziehbar, einen dauerhaften Anteil am wertvollsten Vermögenswert des Weltfußballs zu verkaufen, nur um rund 4,2 Milliarden US-Dollar einzunehmen. Dies würde die Zukunft des Sports ohne ausreichenden Grund aufs Spiel setzen.

Mehrheit lehnt umstrittene FIFA-Pläne ab

nnerhalb von nicht einmal 24 Stunden hat sich eine Mehrheit der FIFA-Mitgliedsländer gegen die umstrittenen Investorenpläne des Weltverbands ausgesprochen. Am Donnerstag hatten die 55 Mitgliedsverbände der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in diesem Konnex gar mit einem WM-Boykott gedroht. Gegen die Pläne stellten sich danach auch die Verbände für Nord-, Mittelamerika und Karibik (CONCACAF) und Asiens (AFC) mit 35 bzw. 46 FIFA-Mitgliedsverbänden - in Summe 136 Stimmen.

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Das ist klar mehr als die einfache Mehrheit von 106 Stimmen. Noch vor dem am Freitagvormittag (MESZ) erfolgten Schritt Asiens hatte sich die FIFA gemeldet, man wolle trotz heftiger Kritik und Boykott-Drohungen am Vorhaben zur Gründung einer kommerziellen Tochtergesellschaft festhalten: "Unser geplanter Konsultationsprozess wurde durch irreführende Medienberichte gestört. Wir werden diesen Konsultationsprozess fortsetzen, um sicherzustellen, dass jeder Mitgliedsverband seine Stimme auf der Grundlage der tatsächlichen Fakten abgeben kann."

FIFA kontert: "Niemand verkauft den Fußball"

"Niemand verkauft den Fußball", beteuerte der Weltverband. "Das ist etwas, was die FIFA niemals in Betracht ziehen würde." Die FIFA Forward Enterprise (FFE) sei ausschließlich vorgeschlagen worden, um sicherzustellen, dass alle FIFA-Mitgliedsverbände die Möglichkeit haben, die kommerziellen Chancen des Fußballs in ihren jeweiligen Ländern sinnvoll zu nutzen.

Der Weltverband um Präsident Gianni Infantino hatte am Dienstag angekündigt, über die geplante Tochtergesellschaft FFE mehr als vier Milliarden Dollar (3,49 Mrd. Euro) von externen Investoren einwerben zu wollen. Auch künftige WM-Turniere sollen dann unter dem Dach der neu gegründeten FFE organisiert werden, dessen Mehrheitseigentümer der Weltverband wäre. Der Weltverband setzte mit 19. September eine Frist für die Zustimmung zum geplanten Investorendeal und versprach im Gegenzug eine Sonderzahlung.