Noch diese Woche

FIFA-Knall: UEFA beruft Notfallmeeting ein

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Der Machtkampf im Weltfußball spitzt sich dramatisch zu.
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Nach den umstrittenen Plänen von FIFA-Präsident Gianni Infantino, Anteile an den kommerziellen Rechten der Weltmeisterschaft an externe Investoren zu verkaufen, prüft die UEFA einen Boykott künftiger Weltmeisterschaften und der Klub-WM.

Wie unter anderem ESPN und Bloomberg berichten, arbeitet der europäische Fußballverband derzeit an einem Krisentreffen mit seinen 55 Mitgliedsverbänden. Die virtuelle Sitzung soll noch in dieser Woche stattfinden. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Reaktion auf Infantinos Vorstoß, über eine neu gegründete Tochtergesellschaft („FIFA Forward Enterprise“) bis zu 20 Milliarden US-Dollar von privaten Investoren einzuwerben. Die FIFA selbst rechnet zunächst mit rund 4,2 Milliarden Dollar aus dem Verkauf von Minderheitsanteilen.

Die UEFA reagierte ungewöhnlich scharf. In einer Stellungnahme erklärte der Verband, die FIFA habe "eine Grenze überschritten". Der Fußball gehöre weder der FIFA noch Investoren. Die "Seele und Führung des Fußballs" seien keine Handelsware, kritisierte die UEFA und bemängelte zudem die fehlende Transparenz darüber, wer letztlich von dem Milliardenprojekt profitieren würde.

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Kommt es zum Boykott?

Nach Informationen von ESPN stößt der Plan innerhalb der UEFA auf massiven Widerstand. Als mögliches Druckmittel wird erneut ein Boykott der Weltmeisterschaft und der Klub-WM diskutiert. Bereits 2021 hatte die UEFA mit einem WM-Boykott gedroht und damit maßgeblich dazu beigetragen, dass die FIFA ihre Pläne für eine Weltmeisterschaft im Zwei-Jahres-Rhythmus wieder aufgab.

Ein Turnier ohne europäische Nationalteams und Spitzenklubs würde die Wettbewerbe massiv entwerten. Schließlich stammen die meisten Top-Nationen sowie zahlreiche der weltweit populärsten Vereine aus Europa.

Infantino verteidigt das Projekt dagegen als Chance, den Fußball weltweit stärker zu fördern. Mit den Einnahmen sollen die Entwicklungsprogramme der FIFA deutlich ausgebaut werden. Jeder der 211 Mitgliedsverbände könnte nach FIFA-Angaben in den kommenden Jahren wesentlich höhere Fördergelder erhalten als bisher. Kritiker befürchten jedoch, dass der Weltverband damit die Kontrolle über sein wichtigstes Produkt schrittweise an Finanzinvestoren abgibt.