Skandal

FIFA lässt Russland wieder bei Turnier zu

© APA/AFP/ALFREDO ESTRELLA
Nach über vier Jahren Suspendierung durch die FIFA, die UEFA und das IOC aufgrund des Angriffskriegs in der Ukraine darf Russland im Oktober auf die internationale Fußballbühne zurückkehren.
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Bei der Premiere des "U-15 World Cup and Festival" vom 22. bis 31. Oktober in Aserbaidschan sind alle 211 Mitgliedsverbände der FIFA eingeladen, darunter – vorerst beschränkt auf den Juniorenbereich – auch Russland und Belarus.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte diesen Schritt bereits im Februar gegenüber dem Sender Sky angedeutet: Der weitreichende Bann habe nichts gebracht und lediglich Frustration und Hass geschürt, was in der Ukraine wiederum scharfe Kritik auslöste. Infantino argumentiert jedoch, die sportliche Teilhabe russischer Kinder könne helfen, Gräben zu überwinden. Abseits offizieller Turniere bestritten russische Nationalteams in der Zwischenzeit nur Freundschaftsspiele; dennoch belegen die Männer und Frauen aktuell die Weltranglistenplätze 34 beziehungsweise 27.

Neben der umstrittenen Rückkehr Russlands strebt Infantino bei dem künftigen Jugendturnier noch eine weitere diplomatische Initiative an: Die U-15-Auswahlen von Israel und Palästina sollen ein symbolisches Eröffnungsspiel bestreiten. Zwar hatten Funktionäre beider Verbände kürzlich auf einem FIFA-Kongress einen gegenseitigen Handschlag noch strikt verweigert, doch Infantino hofft weiterhin darauf, den Fußball als Friedenssymbol und verbindendes Zeichen der Hoffnung für Kinder weltweit nutzen zu können.