Antrag abgelehnt

FPÖ empört über Aus für Richard-Lugner-Park

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Der Streit um eine öffentliche Würdigung für Richard Lugner eskaliert. Die FPÖ wirft SPÖ, Grünen und NEOS nach dem Nein zum geplanten Park ideologische Doppelmoral vor.
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Große Aufregung rund um das Andenken an den verstorbenen Baumeister der Nation. Ein geplanter Richard-Lugner-Park in Döbling sorgt für heftigen Wickel zwischen den Parteien. Nachdem die Bezirksvertretung in Döbling noch grünes Licht gegeben hatte, scheiterte das Vorhaben nun im zuständigen Unterausschuss für Verkehrsflächenbenennungen an den Stimmen von SPÖ, Grünen und NEOS. Für die Freiheitlichen ist diese Blockadehaltung ein handfester Skandal.

Kritik an Vorwürfen gegen Lugner

Als Begründung für das Nein dienten unter anderem Vorwürfe über einen angeblich problematischen Umgang mit Frauen sowie angebliche Homophobie. Bei den Blauen stößt diese Argumentation auf völliges Unverständnis. "Richard Lugner war ein Wiener Original, erfolgreicher Unternehmer und eine der bekanntesten Persönlichkeiten", betont der Wiener FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss. Aus seiner Sicht handle es sich bei der Entscheidung um eine ideologische Farce und unerträgliche Doppelmoral.

Verweis auf linke Vorbilder

Besonders sauer stößt Krauss der Maßstab auf, mit dem andere historische Figuren im linken Spektrum beurteilt werden. "Che Guevara war an Hinrichtungen beteiligt und stand für ein kommunistisches Regime, unter dem Homosexuelle verfolgt und in Zwangsarbeitslager gesteckt wurden", hält Krauss fest. Während solche Personen verklärt würden, lege man bei Lugner plötzlich ganz andere Kriterien an.

Vorwurf des Umfallens

Scharfe Kritik setzt es zudem an der Kehrtwende im Rathaus. Immerhin hatten SPÖ und NEOS auf Bezirksebene in Döbling gemeinsam mit ÖVP und FPÖ noch für das Projekt gestimmt. "Im Bezirk dafür, im Rathaus dagegen. SPÖ und NEOS sind offenbar vor der grünen Gesinnungspolizei eingeknickt", ärgert sich Krauss über den überraschenden Sinneswandel.

Streit um Erinnerungskultur

Für die Freiheitlichen zeigt dieser Fall ein grundlegendes Problem im Umgang mit prägenden Persönlichkeiten der jüngeren Stadtgeschichte. Ecken und Kanten hätten schließlich erst das Wesen des Baumeisters ausgemacht. "Wer nur noch Menschen würdigen will, die eine rot-grün-pinke Gesinnungsprüfung bestehen, betreibt keine Erinnerungskultur, sondern ideologische Geschichtspolitik", stellt Krauss klar. Der Baumeister gehöre fest zum Stadtbild und habe sich eine entsprechende Ehrung verdient.