Flughafenspange

FPÖ-Landbauer: "SPÖ stellt NÖ aufs Abstellgleis"

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Das Doppelbudget von SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer  zwingt die ÖBB zu massiven Einschnitten: 1,6 Milliarden Euro müssen bis 2031 eingespart werden. Als eines der ersten Opfer darf die Flughafenspange gelten – der Bau der 25 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsstrecke vom Flughafen Wien-Schwechat verzögert sich um zwei Jahre. In Niederösterreich gehen jetzt die Wogen der Wut und des Ärgers hoch.
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Der Ausbau der 25 km langen Hochgeschwindigkeits-Flughafenspange des Flughafens zwischen Schwechat und Bruck/Leitha verzögert sich – aufgrund des Doppelbudgets. Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) hatte drei Optionen auf dem Tisch: den Brenner-Nordzulauf verschieben, die Flughafenspange verschieben – oder Dutzende Projekte quer durch Österreich stutzen. Trommelwirbel. Das überraschende und für viele ärgerliche Ergebnis: Das transitgeplagte Tirol bekommt seinen Brenner-Nordzulauf. Niederösterreich allerdings schaut beim Flughafenprojekt durch die Finger.

Eisenbahnerhärte: Tirol gewinnt, Niederösterreich verliert

Aber auch die Westbahn und die Franz-Josefs-Bahn sind betroffen: Der zweigleisige Ausbau der Franz-Josefs-Bahn verschiebt sich nach Marterbauers Budgetansage auf 2034, Bahnhofssanierungen auf der alten Westbahnstrecke verzögern sich um ein Jahr. Gerüchte über die Streichung von Nebenbahnen weisen die ÖBB hingegen scharf zurück: „Falschmeldung!", heißt es aus dem Konzern.

ÖBB-Chef gibt Entwarnung – halb

ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä. © APA/HELMUT FOHRINGER

Der aus Tirol stammende ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä betont, das Investitionsvolumen bleibe mit 19,5 Mrd. Euro bis 2032 auf hohem Niveau. "Wir stellen keine Baustelle ein", sagt der gebürtige Innsbrucker – aber: „Wir gehen ein bissl vom Gas runter, ein Tupferl." Es passt somit für viele Leidtragenden aus Niederösterreich gut ins Bild, dass ausgerechnet der Brenner-Nordzulauf für Tirol den Vorrang seitens des SPÖ-Finanzministers bekommen hat: Matthä ist nach eigenen Angaben Mitglied der SPÖ. Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) sekundiert Matthä: Drei Milliarden pro Jahr fließen weiter ins Schienennetz. „Europäische Spitze", sagt Hanke. Die Pendler rund um Schwechat sehen das gewiss anders.

FPÖ-Landbauer: "SPÖ bremst Niederösterreich aus"

FPÖ NÖ Landesparteiobmann und Infrastrukturlandesrat Udo Landbauer. © APA/HELMUT FOHRINGER

FPÖ NÖ Landesparteiobmann und Infrastrukturlandesrat Udo Landbauer erklärt diese Schikane der Niederösterreicher gegenüber OE24 so: "Die SPÖ stellt Niederösterreich aufs Abstellgleis. Das ist ein Anschlag auf unsere Pendler und den Wirtschaftsstandort, den diese Bundesregierung mit Anlauf gegen die Wand fährt. Wer ausgerechnet jetzt bei einer der wichtigsten Wirtschaftsregionen Österreichs auf die Bremse steigt, hat den Ernst der Lage nicht erkannt. Statt Impulse für Wachstum, den Standort und Arbeitsplätze zu setzen, soll Niederösterreich ausgebremst werden."

"Rote Karte der Niederösterreicher an die SPÖ"

"Für diese Politik", so erklärt Landbauer abschließend gegenüber OE24, "werden die Niederösterreicher der SPÖ noch die rote Karte zeigen".