WM-Abrechnung

Freizeit gestrichen! Rangnick macht ÖFB-Stars klare Ansage

Die WM ist abgehakt, jetzt beginnt die nächste Mission! Ralf Rangnick will Österreich für die Nations League neu ausrichten. Beim aktuellen Lehrgang in Windischgarsten wird der Fokus deshalb geschärft – nicht nur im Training, sondern auch abseits des Platzes.
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Nach der WM zog Ralf Rangnick eine klare Konsequenz: Die Freizeit der ÖFB-Stars wird künftig stärker eingeschränkt. Bei den kommenden Lehrgängen soll die Mannschaft wieder enger zusammenrücken, statt sich in kleinen Gruppen zu zerstreuen. Rangnick geht es um Fokus, Teamgeist – und vor allem um die richtige Intensität.

Der Hintergrund: Während der WM in den USA gab es reichlich Freiraum. Golf-Runden und Ausflüge nach Los Angeles gehörten zum Alltag. oe24 berichtete damals über den LA-Lifestyle der ÖFB-Stars. Jetzt zieht Rangnick daraus seine Lehren. "Wir haben das kritisch hinterfragt, das würde ich so nicht mehr machen", erklärte der Teamchef. Die Freizeit soll künftig "auf ein anderes Maß" reduziert werden.

Jetzt zählt die Nations League

Viel Zeit zum Eingewöhnen bleibt Österreich ohnehin nicht. Nach der langen Länderspielpause wartet eine XXL-Phase mit vier Nations-League-Partien gegen Israel, zweimal Kosovo und Irland. Den Auftakt macht am Donnerstag (20.45 Uhr/live auf ORF 1) das Duell mit Israel in Linz.

Der aktuelle Lehrgang in Windischgarsten wird deshalb zur ersten Bewährungsprobe des neuen Kurses. Abläufe schärfen, neue Spieler integrieren, gemeinsam arbeiten – und möglichst schnell jene Wucht zurückbringen, die Rangnick von seinem Team fordert.

Neue Gesichter, neuer Rhythmus

Dazu kommt ein tiefgreifender Umbruch in der Führungsgruppe. Der Mannschaftsrat ist in dieser Form praktisch auseinandergebrochen: Marko Arnautovic hat seine ÖFB-Karriere beendet, Marcel Sabitzer nimmt eine Pause im Nationalteam, David Alaba ist weiterhin vereinslos und Konrad Laimer fällt verletzt aus. Vier Spieler, vier Lücken – und damit fehlen gleich mehrere Stimmen, die innerhalb der Mannschaft Verantwortung übernommen haben.

Jetzt müssen andere vorangehen. Michael Gregoritsch und Xaver Schlager sind als Führungsspieler umso mehr gefordert, die neue Hierarchie mitzugestalten und die Mannschaft zusammenzuhalten.

Rangnick fordert wieder "mehr Scheppern"

Doch der Teamchef will nicht nur an der Freizeit-Schraube drehen. Auch körperlich muss Österreich wieder zulegen. Rangnick analysierte nach der WM, dass mehrere Spieler zwar gesund, aber nicht wirklich matchfit gewesen seien. Jetzt soll es wieder mehr scheppern. Mehr Tempo, mehr Intensität, mehr gemeinsamer Fokus. Rangnick will Österreich zurück zu jenem Fußball führen, "für den wir gefürchtet waren".

Die Nations League ist dafür der erste große Härtetest. Gegen Israel, Kosovo und Irland geht es nicht nur um Punkte, sondern auch darum, wie schnell die neu formierte Mannschaft ihre alte Wucht wiederfindet.