Mit 65 Jahren
Früherer "SN"-Innenpolitik-Leiter Andreas Koller verstorben
Das berichtete die Zeitung am Abend. "Sein Tun, seine Worte, sein Einsatz für jüngere Kolleginnen und Kollegen haben längst breite und tiefe Wurzeln geschlagen", würdigte ihn "SN"-Chefredakteurin Karin Zauner in dem Nachruf.
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Koller hatte Politikwissenschaften und Publizistik studiert und mit dem Doktortitel abgeschlossen. Seine journalistische Laufbahn begann er bei der "Presse", 1988 wechselte er zu den "SN". Erst im Vorjahr hatte er die Leitung des Innenpolitik-Ressorts und die Position des stellvertretenden Chefredakteurs abgegeben. Häufig war er zudem Gast in Fernsehen und Radio. "Er hat sich immer für die Entwicklung der Medienbranche, die Ethik und die Qualitätsstandards in unserem Beruf eingesetzt, sei es im Presserat oder im Presseclub Concordia, wo er Präsident war", schreibt Zauner.
Vielmals ausgezeichnet
Tief betroffen zeigte sich der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ). Koller habe "die Entwicklung des heimischen Journalismus in verschiedenen höchstrangigen Funktionen" geprägt, etwa als Vorsitzender des Publizistischen Beirates für den VÖZ oder als Vorstandsmitglied der Österreichischen Medienakademie. "Er und sein messerscharfer, analytischer Blick auf die politischen Entwicklungen sowie sein unermüdliches Engagement für unsere Branche werden mit Sicherheit fehlen", wird VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger in einem Statement zitiert.
Für seine Arbeit wurde Koller oftmals ausgezeichnet. Zehnmal kürte ihn das Branchenmagazin "Journalist:in" zum Innenpolitikjournalisten des Jahres, 2010 war er "Journalist des Jahres". Im Jahr 2000 erhielt er den Kurt-Vorhofer-Preis für Politikjournalismus, 2012 den René-Marcic-Preis für überragende publizistische Leistungen des Landes Salzburg.